Betriebs­rente Test

Arbeitnehmer haben Anspruch auf betriebliche Alters­vor­sor­ge. Selbst wenn es noch kein Angebot im Betrieb gibt, kann der Mitarbeiter vom Chef verlangen, dass dieser für ihn einen Vertrag abschließt. Dann fließt Monat für Monat Geld vom Brutto­lohn direkt in die Alters­vor­sorge. Am einfachsten funk­tioniert eine Direkt­ver­sicherung. Doch die Auswahl ist wichtig. Der Test von Finanz­test zeigt: Ein guter Vertrag bringt in zwanzig Jahren gut 4 000 Euro mehr Rente als ein schlechter.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test Betriebsrente.

Leistungsspektrum der Direktversicherungen 08/2012

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Direktversicherungen Einzelpersonen und Gruppentarife 08/2012 - Ver­hand­lungs­unabhängige Angebote

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Direktversicherungen Einzelpersonen und Gruppentarife 08/2012 - Ver­hand­lungs­abhängige Angebote

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Direktversicherungen Einzelpersonen und Gruppentarife 08/2012 - Sons­tige Angebote: Honorar­tarif und Tarif mit anderem Garan­tiezins

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Auf die garan­tierte Rente kommt es an

Finanztest hat die Modell­rechnung aufgemacht: Was für eine Rente bekommt ein Mann, der 27 Jahre lang mittels betrieblicher Alters­vorsorge jeden Monat 100 Euro direkt vom Brutto­gehalt in eine Direkt­versicherung steckt? Beim güns­tigsten Anbieter Europa erhält der Mann ab dem 67. Lebens­jahr eine garan­tierte Monats­rente von 159 Euro bis zum Lebens­ende. Bei der Nürn­berger sind es beim Einzel­angebot nur 141 Euro. Eine Frau bekommt bei gleichen Zahlungen bei der Europa 143 Euro garan­tierte Monats­rente, bei Generali und Württem­bergische sind es nur 128 Euro. Natürlich: Bei allen Angeboten können noch Über­schüsse hinzukommen. Doch deren Höhe ist ungewiss. Fürs Alter planen kann der Arbeitnehmer nur mit der garan­tierten Rente, die er bereits bei Vertrags­schluss erfährt.

Bis zu 4 488 Euro werden gefördert

Ein Arbeit­nehmer hat einen gesetzlichen Anspruch, zumindest eigenes Geld mit staatlicher Förderung für eine Betriebs­rente zu sparen. Eine ­Direkt­versicherung ist dabei für den Chef der bequemste Weg, wenn ein Mitarbeiter einen Teil seines Brutto­gehalts in Beiträge für eine betriebliche ­Alters­vorsorge umwandeln will. Derzeit dürfen Arbeitnehmer bis zu 2 688 Euro jähr­lich steuer- und sozial­versiche­rungs­frei von ihrem Brutto­gehalt in eine betriebliche Alters­vorsorge investieren. Das sind 4 Prozent der Beitrags­bemessungs­grenze in der gesetzlichen Rentenver­sicherung. Der Betrag steigt regel­mäßig, wenn sich die Grenze ändert. Weitere 1 800 Euro sind drin, wenn der Arbeitnehmer einen Vertrag hat, der erst ab 2005 abge­schlossen wurde. Für ältere Verträge gelten andere Regeln: Die 1 800 Euro sind hier nur steuerfrei – nicht aber sozial­abgabenfrei. Fängt ein Arbeitnehmer jetzt an, Geld vom Brutto in eine Betriebs­rente zu stecken, werden dabei also bis zu 4 488 Euro im Jahr gefördert. Ausführ­liche Informationen finden Sie auf der Themenseite Betriebsrente und Pensionskasse und im Test nach dem Bezahl­vorgang.

Das letzte Wort hat der Chef

Direkt­versicherungen sind für Arbeit­geber besonders unkompliziert. Sie über­weisen die Beiträge und die Verwaltung der Verträge über­nimmt weit­gehend der Versicherer. Die Beiträge können der Arbeit­geber oder Arbeitnehmer allein zahlen. Sie können aber auch beide zusammenlegen. Über das Angebot entscheidet immer der Arbeit­geber. Häufig können Arbeitnehmer aber zum Beispiel über den Betriebsrat Einfluss nehmen oder selbst Vorschläge für einen kostengüns­tigen und rendite­starken ­Tarif machen. Bei fünf Anbietern im Test steht der ­Beitrag fest – unabhängig von der Zahl der Versicherten. Bei den anderen getesteten Anbietern gibt es mehr garan­tierte Rente, wenn der Betrieb Verträge für mehrere Mitarbeiter abschließt. Ein Gruppen­angebot ist oft verhand­lung­sabhängig. Der Arbeit­geber sollte sich also ins Zeug legen und ein gutes Angebot für die Mitarbeiter aushandeln.

Todes­fall­leistung schmälert Rente

Sollen Ehepartner und Kinder für den Fall abge­sichert werden, dass der Versicherte stirbt, knabbern die Kosten dafür an der ­Alters­rente. Statt 159 Euro im Monat bekommt ein Mann beispiels­weise bei der Europa dann nur noch 154 Euro. Ein Kunde sollte wählen können, ob er ­eine Todes­fall­leistung möchte oder nicht. 9 von 33 Versicherern im Test lassen ihm diese Wahl nicht und machen gar kein Angebot ohne Todes­fall­leistung. Singles und Kinder­lose brauchen aber keinen Hinterbliebenen­schutz und schmälern bei solchen Angeboten unnötig ihre Alters­rente.

Das bietet der Test von Finanztest

Finanztest hat die garan­tierten Renten von 33 Versicherern untersucht und die besten Angebote ermittelt. Dazu erklären die Experten von Finanztest die einzelnen Formen der Betriebs­rente – also Direkt­versicherung, Pensions­kasse, Pensions­fonds, Unterstüt­zungs­kasse und Pensions­zusage. Dazu zeigt eine große Tabelle, welche Zusatz­leistungen wie Berufs­unfähigkeits- oder Hinterbliebenen­versicherung die einzelnen Anbieter bieten.

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