Betriebs­rente Meldung

Heinz Friedrich Fettel muss Krankenkassenbeiträge auf eine Betriebs­rente unter der Gering­fügig­keits­grenze zahlen. Sie wurde zu einer weiteren Betriebs­rente addiert.

Finanztest-Leser Heinz Friedrich Fettel hat sich seine betriebliche Direkt­versicherung auf einen Schlag auszahlen lassen – gut 12 800 Euro bekam er. Auf den größten Teil dieser Summe verlangt seine Krankenkasse HKK Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge. Damit hatte Fettel nicht gerechnet. Sein Fall zeigt, wie hoch die Beiträge zur Krankenkasse bei einer Betriebs­rente ausfallen können.

Gering­fügig­keits­grenze

Fettel wundert sich, denn Beiträge fallen nicht an, wenn eine Rente im Jahr 2018 nicht höher als 152,25 Euro im Monat ist oder bei einer Kapital­auszahlung auf einmal nicht mehr als das 120-Fache dieses Betrags erreicht, also 18 270 Euro. Fettels Direkt­versicherung zahlte weit weniger aus.

Tipp: Tests und Infos zum Thema betriebliche Alters­vorsorge finden Sie auf unserer Themenseite Betriebsrente und Pensionskasse.

Betriebs­renten addiert

Die Direkt­versicherung ist aber nicht Fettels einzige Betriebs­rente. Er bekommt außerdem noch monatlich etwas aus der Zusatz­versorgungs­kasse der Gemeinden. Beide Renten zählen zusammen und über­schreiten die Gering­fügig­keits­grenze deutlich. Deshalb wird auf die gesamte Rente der volle Kranken- und Pflege­versicherungs­beitrag fällig – fast 18 Prozent.

Vorsorge privat fortgeführt

Als Fettel aus dem Beruf ausschied, hat er seine Direkt­versicherung noch zwei Jahre weitergeführt und Geld aus seinem Netto­einkommen einge­zahlt. Auf diesen Teil seiner Direkt­versicherung, 1 305 Euro, zahlt er keinen Beitrag. Von den ausgezahlten 12 800 Euro sind also 11 495 Euro beitrags­pflichtig.

Betriebliche Riester-Rente

Auf Zahlungen aus einem betrieblichen Riester-Vertrag sind gar keine Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge fällig.

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