In der betrieblichen Altersversorgung müssen Arbeiter und Angestellte gleich behandelt werden. Mit diesem Urteil (Az. 3 AZR 3/02) gab das Bundesarbeitsgericht einem Arbeiter in einem Automobilwerk Recht. Er hatte dagegen geklagt, dass ihm nach der Versorgungsregelung der Unterstützungskasse eine geringere betriebliche Invalidenrente zustand als den im Unternehmen beschäftigten Angestellten.

Schon seit dem 1. Juli 1993 sind nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts unterschiedlich lange Kündigungsfristen für Arbeiter und Angestellte nicht mehr zulässig. Deshalb dürfe es auch in der betrieblichen Altersversorgung keine Differenzierungen geben, die allein an den Status Arbeiter oder Angestellter geknüpft sind, urteilten jetzt die Bundesarbeitsrichter.

Die Gleichbehandlung gilt aber erst für die Zeit nach dem 1. Juli 1993. Bei betrieblichen Rentenansprüchen, die vorher erworben wurden, kann der Betrieb auch weiterhin zwischen Angestellten und Arbeitern unterscheiden.

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