Leistungen der Pensions­kassen: Worin sich die Angebote unterscheiden

Unterschiedliche Regulierungen, Vertriebs­wege und Leistungen – die Angebote der Pensions­kassen lassen sich schwer vergleichen. Wir erklären die größten Unterschiede zwischen den einzelnen Pensions­kassen:

Rechnungs­zins. In der privaten Alters­vorsorge hat das Bundes­finanz­ministerium den Rechnungs­zins der Anbieter von Lebens- und Renten­versicherungen auf maximal 1,25 Prozent fest­gelegt. Dies ist für private Lebens­versicherer bindend. Für die Betriebs­rente dürfen einige Pensions­kassen mit mehr Zins kalkulieren. Die Soka-Bau (2,25 Prozent), Dresdener PK, Hanno­versche PK, PK west­deutscher Genossenschaften und VBL (je 1,75 Prozent) bieten höhere garan­tierte Leistungen, verringern aber die unsicheren Über­schuss­erwartungen.

Kosten. Während einige Pensions­kassen mit Gruppen­angeboten die Abschluss- und Vertriebs­kosten mindern, berechnen andere Anbieter Pauschalen. So betragen die Kosten bei der Metall­rente im Modell­fall pauschal rund 2,3 Prozent – egal, ob Einzel- oder Gruppen­vertrag (Tabelle Angebote mit 1,25 Prozent Rechnungszins). Die traditionellen Pensions­kassen setzen oft keine Vertriebs­kosten an, da sie ohne Vertreternetz arbeiten. Das verringert den Abstand zwischen Rechnungs­zins und Rendite.

Kapital­abfindung. Manche Kassen wie die BVV bieten nicht an, statt einer Rente eine Kapital­abfindung zu wählen. Die Renditebe­rechnung ist in unserem Modell nicht möglich.

Versicherungs­leistungen. Invaliditäts­leistungen und Todes­fall­leistungen gehören zu den üblichen Versorgungs­bausteinen. Wir legen die Todes­fall­leistung so fest, dass bis fünf Jahre nach Renten­beginn weitergezahlt wird. Nach diesen Vorgaben bringt die Metall­renteeine Rente von 122 Euro. Dieselbe Rente bietet dieKölner PK, aber mit dem Bonus einer lebens­langen Hinterbliebenen­versorgung.

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