So haben wir getestet

Im Test. Wir haben 22 Pensions­kassen untersucht. Im Test sind nur Kassen, die mindestens für alle Unternehmen einer Branche oder branchen­über­greifend offen­stehen.

Modell­kunden. Die Arbeitnehmer in unserem Modell sind 40 Jahre alt. Sie zahlen einmal im Jahr aus ihrem Brutto­gehalt per Entgelt­umwandlung 1 200 Euro Beitrag. Die Angebote sind für Frauen und Männer gleich (Unisex-Tarife). Der Vertrag beginnt am 1. Oktober 2015 und hat eine Lauf­zeit von 27 Jahren. Stirbt der Kunde in der Anspar­phase, erhalten seine Hinterbliebenen die bis dahin gezahlten Beiträge zurück oder eine Rente aus den bis dahin gezahlten Beiträgen. Stirbt der Kunde in den ersten fünf Jahren nach Renten­beginn, erhalten seine Hinterbliebenen die Rente noch bis zum Ende dieser Fünf­jahres­frist.

Tabelle: Angebote mit 1,25 Prozent Rechnungs­zins

Rendite bei Kapital­abfindung. Für Angebote mit Kapital­abfindung haben wir die Rendite auf die Beiträge ermittelt. Ausgehend von einem Gruppen­angebot für zehn Arbeitnehmer mit Todes­fall­leistung haben wir die Veränderungen der Rendite gegen­über einem Einzel­angebot mit Todes­fall­leistung und einem Gruppen­angebot ohne Todes­fall­leistung dargestellt. Tarife basierend auf einem höheren Rechnungs­zins als 1,25 Prozent oder mit kombinierten Angeboten, die eine höhere bzw. lebens­lange Todes­fall­leistung berück­sichtigen als von uns im Modell vorgegeben, sind nicht abge­bildet. Sie enthalten andere Versicherungs­leistungen.

Tabelle: Das Leistungs­spektrum der Pensions­kassen

Angeboten werden nicht nur reine Alters­renten, sondern kombiniert damit auch Todes­fall- und Invaliditäts­leistungen. Vorteilhaft ist, wenn die Pensions­kasse ein breites Leistungs­spektrum anbietet. Damit aber Arbeit­geber und Arbeitnehmer die Angebote optimal nutzen können, sollten Leistungen zu- oder abwähl­bar sein.

Rechnungs­zins. Die meisten Pensions­kassen verwenden einen Rechnungs­zins in Höhe von 1,25 Prozent. Einige Pensions­kassen bieten einen höheren Zins­satz. Im Gegen­zug verringern sie jedoch die unsicheren Über­schuss­erwartungen.

Todes­fall­leistung. Bei allen Pensions­kassen im Test wird eine Todes­fall­leistung angeboten. Mit einem optionalen Angebot kann der Kunde sie abwählen und so seine Alters­rente steigern.

Versorgungs­leistung bei Invalidität Um die Verluste der Arbeits­kraft bei Invalidität ausgleichen zu können, haben die Pensions­kassen verschiedene Leistungen im Angebot:

Erwerbs­minderungs­leistung. Voraus­setzungen für diese Leistung orientieren sich an denen der gesetzlichen Renten­versicherung. Siehe Test Berufsunfähigkeitsversicherung, „Erwerbs­minderungs­rente, Grund­sicherung, VBLU & Co.“, Finanztest 8/2015.

Erwerbs­unfähigkeits­leistung. Bei dieser Leistung wird nicht zwischen teil­weiser und voller Erwerbs­minderung unterschieden.

Berufs­unfähigkeits­leistung. Der Versicherte bekommt schon dann Leistungen, wenn er nicht mehr in seinem bisherigen Beruf arbeiten kann.

Kapital­wahl­recht. Der Kunde kann am Ende der Anspar­phase wählen, ob er eine lebens­lange Rente oder eine einmalige Kapital­auszahlung wünscht.

Beitrags­zuzahlung möglich. Der Kunde kann zu den ursprüng­lichen Vertrags­konditionen zusätzlich zu dem vereinbarten Beitrag mehr einzahlen, beispiels­weise aus seinem Urlaubs­geld.

Angebot unabhängig von Zahl der Arbeitnehmer. Das Angebot ist unabhängig von der Zahl der versicherten Personen. Der Anbieter macht auch keine Unterscheidung hinsicht­lich der Abschluss- und Vertriebs­kosten. Verhandeln muss der Arbeit­geber darüber nicht, da er auto­matisch nur ein Angebot erhält. Dieses enthält meist güns­tige Rechnungs­grund­lagen.

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