Betriebs­rente Die güns­tigsten Angebote für Einzel- und Gruppen­verträge

Betriebs­rente - Die güns­tigsten Angebote für Einzel- und Gruppen­verträge
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Viele Arbeit­geber machen es schon jetzt: Sie steuern Geld für die Betriebs­rente ihrer Angestellten bei. Demnächst müssen das alle Chefs tun. So will es ein neues Gesetz. Unser Test von 45 Direkt­versicherungs-Angeboten zeigt: Ein Beitrag der Arbeit­geber ist auch dringend nötig. Sonst lohnt sich die Betriebs­rente nicht. Je nach Tarif erhält unser Modell­kunde für 100 Euro Monats­beitrag eine garan­tierte monatliche Bruttorente, die zwischen 88 Euro und 113 Euro beträgt.

Betriebs­rente

  • Alle Testergebnisse für Ver­hand­lungs­unabhängige Direkt­ver­sicherungen 07/2017
  • Alle Testergebnisse für Ver­hand­lungs­abhängige Direkt­ver­sicherungen 07/2017
  • Alle Testergebnisse für Direkt­ver­sicherungen mit abge­senkten Garan­tien 07/2017
Inhalt
Liste der 45 getesteten Produkte
Ver­hand­lungs­unabhängige Direkt­ver­sicherungen 07/2017
  • Europa E-R
  • HanseMerkur RD 2017nM
  • HanseMerkur RD 2017nS
  • Interrisk ALR1
  • Interrisk SLR1
  • Metallrente StR2U
  • WGV LE
Ver­hand­lungs­abhängige Direkt­ver­sicherungen 07/2017 - Angebote für eine Person
  • AachenMünchener
  • Alte Leipziger
  • Bayerische
  • Condor
  • Continentale
  • Debeka
  • Familienfürsorge
  • Hannoversche
  • Huk-Coburg
  • LV1871
  • Nürnberger
  • Provinzial Rheinland
  • R+V
  • Stuttgarter
  • Württembergische
Ver­hand­lungs­abhängige Direkt­ver­sicherungen 07/2017 - Angebote für zehn Per­sonen
  • AachenMünchener
  • Alte Leipziger
  • Bayerische
  • Condor
  • Continentale
  • Debeka
  • Familienfürsorge
  • Hannoversche
  • Huk-Coburg
  • LV1871
  • Nürnberger
  • Provinzial Rheinland
  • R+V
  • Stuttgarter
  • Württembergische
Direkt­ver­sicherungen mit abge­senkten Garan­tien 07/2017
  • Allianz RSKU2U
  • DEVK Eisenbahn L R4 10
  • DEVK N R4 10
  • Generali Z001 N
  • Gothaer CR17-14
  • Metallrente StRSKU2U
  • Volkswohl Bund G SR TG
  • Volkswohl Bund SR TG

Mit Förderung vom Staat

Eine sichere Bank ist die staatliche Förderung: Wer von seinem Brutto­lohn Geld abzweigt und in Beiträge für eine Betriebs­rente „umwandelt“ spart Steuern und Sozial­abgaben. Bis zu einem Betrag von 3 048 Euro jähr­lich (254 Euro monatlich) bleibt die Entgelt­umwandlung steuer- und sozial­abgabenfrei. Dies gilt für alle fünf Formen der Betriebs­rente, also auch die von uns getesteten Direkt­versicherungen. Ihr besonderes Kenn­zeichen: Ein Arbeitnehmer hat Anspruch auf einen Vertrag, wenn es in seiner Firma kein anderes Alters­vorsorgeangebot gibt und er fürs Alter sparen will. Dann muss die Firma für Sie eine Direkt­versicherung abschließen.

Betriebs­rente

  • Alle Testergebnisse für Ver­hand­lungs­unabhängige Direkt­ver­sicherungen 07/2017
  • Alle Testergebnisse für Ver­hand­lungs­abhängige Direkt­ver­sicherungen 07/2017
  • Alle Testergebnisse für Direkt­ver­sicherungen mit abge­senkten Garan­tien 07/2017

Auch der Arbeit­geber profitiert

Von der Steuer- und Abgaben­ersparnis profitiert auch der Arbeit­geber. Da ist es nur folge­richtig, wenn der Chef dem Arbeitnehmer mit dem Gesparten unter die Arme greift. In 60 Prozent aller Privatfirmen, die eine betriebliche Alters­vorsorge anbieten, gibt es eine solche Misch­finanzierung. In den nächsten Jahren müssen nach und nach alle Arbeit­geber ihre gesparten Sozial­abgaben in den Vertrag einbringen. So verlangt es das vor kurzem vom Bundes­tag beschlossene Betriebs­renten­stärkungs­gesetz.

Der Staat gibt, der Staat nimmt

Der Steuer­erlass und die Ersparnis bei den Sozial­abgaben in der Anspar­phase ist aller­dings nur die eine Seite der Medaille. In der Renten­phase muss der Rentner seine Betriebs­rente komplett mit dem Finanz­amt abrechnen. Außerdem zahlt er volle Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge – das sind aktuell gut 18 Prozent, die allein dafür jeden Monat von der Rente abgehen. Ein weiterer Nachteil ist die anteilige Kürzung der gesetzlichen Rente. Logisch: Wer auf den Anteil seines Brutto­lohns, der in eine betriebliche Alters­vorsorge fließt, keine Rentenbeiträge zahlt, bekommt weniger gesetzliche Rente. Beim ledigen Gutverdiener mit 58 000 Euro Jahres­brutto­gehalt macht dies im Monat rund 16 Euro aus. So viel gesetzliche Rente bekommt er netto weniger, wenn er in seiner aktiven Zeit jeden Monat 100 Euro sozial­abgabenfrei in eine Betriebs­rente steckt. Außerdem gehen von der Betriebs­rente Steuern und Kranken­versicherungs­beitrag ab.

Große Unterschiede bei der Rente

Wir haben 45 Angebote von 26 Versicherern geprüft. Je nach Tarif erhält der Modell­kunde für 100 Euro Monats­beitrag eine garan­tierte monatliche Bruttorente, die zwischen 88 Euro und 113 Euro beträgt. Über­schüsse können diese Rente noch steigern. Ihre Höhe hängt davon ab, wie gut der Versicherer für seine Kunden wirt­schaftet. Planungs­sicherheit für das Alter gibt es jedoch nur mit der Garan­tierente. Zwischen dem besten und dem schlechtesten Angebot im Test liegen 25 Euro Unterschied. Wer das beste Angebot abschließt und nach Renten­beginn noch 20 Jahre lebt, kommt so im Vergleich auf insgesamt 6 000 Euro mehr Rente. Der Chef sollte sich also Mühe geben bei der Auswahl. Die Betriebs­rente wird lebens­lang gezahlt. Sie ist beides: ein sicheres Zusatz­einkommen bis zum Lebens­ende und eine Wette auf ein langes Leben. Läuft die Rente nur 20 Jahre, ist die Wette nicht aufgegangen.

Direkt­versicherungen mit zahlreichen Zusatz­leistungen

Wir haben nicht nur die Geld­leistungen verglichen, sondern auch geschaut, welche Leistungen die Verträge noch haben. Zusatz­schutz bei Berufs­unfähigkeit ist fast über­all abschließ­bar. Bei allen Anbietern im Test ist es auch möglich, Hinterbliebene abzu­sichern. Wer diese Absicherung aber nicht wünscht, hat bei einigen Anbietern Pech: die Leistung lässt sich nicht über­all abwählen.

Das bietet der Finanztest-Artikel

Test-Tabellen. Sie zeigen die güns­tigsten Angebote für Einzel­verträge und Verträge mit Gruppen­rabatt (in letzterem Fall müssen mindestens zehn Beschäftigte die Versicherung abschließen). Eine weitere Tabelle zeigt, welche Zusatz­leistungen die getesteten Versicherungen noch bieten, etwa Teil­kapital­abfindungen zur Renten­beginn, Leistungen im Pflegefall und die Absicherung von Hinterbliebenen nach dem Tod des Versicherten.

Muster­rechnungen. Wir rechnen für drei verschiedene Jahres­einkommen vor, wie hoch die Förderung in der Anspar­phase ist und wie viel Steuern und Kranken­versicherungs­beitrag von der Rente abge­zogen werden.

Infografik. Sie zeigt, wie die Direkt­versicherung funk­tioniert

Tipps. Wenn Sie ihren Job wechseln, können Sie Ihre Direkt­versicherung zur neuen Firma mitnehmen. Wir sagen, wann sich das lohnt und wann nicht. Und wir erklären, warum es sich lohnt, die Versicherungs­beiträge jähr­lich statt monatlich zu zahlen.

Nutzer­kommentare, die vor dem 20. Juni 2017 gepostet wurden, beziehen sich noch auf die Vorgänger-Unter­suchung aus Finanztest 8/2012.

Betriebs­rente

  • Alle Testergebnisse für Ver­hand­lungs­unabhängige Direkt­ver­sicherungen 07/2017
  • Alle Testergebnisse für Ver­hand­lungs­abhängige Direkt­ver­sicherungen 07/2017
  • Alle Testergebnisse für Direkt­ver­sicherungen mit abge­senkten Garan­tien 07/2017

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37 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 21.02.2022 um 09:13 Uhr
Neuer Test Betriebsrente

@Vielen Dank für Ihre Anfrage. Im nächsten Finanztest werden wir keinen Test zur betrieblichen Altersvorsorge veröffentlichen. Weiter in die Zukunft hinein darf ich zu geplanten Veröffentlichungen keine Informationen nach außen tragen. Bitte gedulden Sie sich noch etwas.

Blatt am 20.02.2022 um 21:15 Uhr
Betriebs­rente Neue Tests

Wann kann man neue Testergebnisse
der privaten Anbieter erwarten, die für alle offen sind?

sholekaka101 am 09.06.2019 um 12:39 Uhr

Kommentar vom Administrator gelöscht. Grund: Spam

Profilbild Stiftung_Warentest am 20.02.2019 um 12:23 Uhr
Vor- und Nachteile abwägen

@emrichf: Danke für den Hinweis. Ja, Sie haben Recht. Wenn das Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenkasse liegt, sparen Arbeitnehmer nur noch beim Beitrag für die gesetzliche Rentenversicherung. (maa)

emrichf am 08.02.2019 um 17:00 Uhr
Fehler im Artikel !?

Fehler im Artikel !?
Im Artikel "Nur mit Geld vom Chef" Finanztest 7/2017, Seite 26, Absatz "Vor- und Nachteile abwägen" scheint sich ein Fehler eingeschlichen zu haben.
Dort steht "Sie sparen mit ihrem Beitrag nur den Krankenversicherungsbeitrag, nicht aber den für die Rentenversicherung". Das müsste doch umgekehrt heißen, oder? Denn die Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung ist doch höher als die für die Krankenversicherung.