Betriebs­rente BVV senkt Leistung

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Die BVV Pensions­kasse für Mitarbeiter der Finanz­wirt­schaft senkt ab 2017 die Garan­tiezinsen für neu einge­zahlte Beiträge. Gesenkt werden die Zinsen für alle Verträge, die bis Ende 2004 abge­schlossen wurden. Für sie galten bisher garan­tierte Zinsen von 4 Prozent. In Zukunft werden nur noch 2,75 Prozent Zinsen garan­tiert. Als Grund wird das nied­rige Zins­umfeld genannt.

Die BVV Pensions­kasse ist als Versicherungs­ver­ein organisiert. Wenn Versicherungs­ver­eine in wirt­schaftliche Schwierig­keiten geraten, dürfen sie in Absprache mit der Finanz­aufsicht Bafin Beiträge erhöhen oder Leistungen kürzen. Für Arbeitnehmer ist dies erst­mal kein Problem: In diesen Fällen ist der Arbeit­geber in der Pflicht. Er muss für die Differenz zwischen ausgezahlten und vereinbarten Renten aufkommen. Laut der Gewerk­schaft der Finanz­dienst­leister DBV haben alle großen Bank­häuser zugesagt, die Zusatz­beiträge zu über­nehmen. Dazu gehören Deutsche Bank, Commerz­bank, Hypo­ver­eins­bank und die Post­bank.

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MaxiHH am 25.08.2018 um 07:56 Uhr
Weitere Informationen für BVV Versicherte

Hallo,
ich bin selber ehemaliger Bankmitarbeiter und noch beim BVV versichert. Ich habe so gut wie keine Möglichkeit Informationen zum BVV zu erhalten oder mich mit anderen Versicherten auszutauschen.
Aus diesem Grunde habe ich im Facebook eine Gruppe gegründet, dort können sich Versicherte treffen und austauschen. Ich habe keinerlei finanzielle Interessen oder andere Absichten als den Austausch mit anderen BVV Versicherten.
Ich würde mich freuen dort Mitglieder zu treffen. Die Gruppe heisst BVV Mitglieder
https://www.facebook.com/BVVMitglieder
Danke

1darlehen am 04.05.2017 um 10:37 Uhr
Kein gutes Geschäft beim BVV

Der BVV hat seit Jahrzehnten die Bestandsrenten nicht mehr erhöht, was natürlich bei den extrem niedrigen Zinsen auf den Geld- und Kapitalmärkten kein Wunder ist.
Wenn man dann noch ca. 20 % für Kranken- und Pflegeversicherung von seiner BVV-Rente zahlen muß, ist man schon sehr ernüchtert und überlegt sich, ob man nicht besser eine andere Altersvorsorgemöglichkeit hätte wählen sollen.
Und im übrigen: im Gegensatz zu Direktversicherungen sind bei Pensionskassen bei privat fortgeführten Pensionskassenverträgen doppelt Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zu zahlen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 22.11.2016 um 12:12 Uhr
An wen kann man sich wenden?

Sie können sich an einen Fachanwalt für das Arbeitsrecht, der sich auf das Betriebsrentenrecht spezialisiert hat, wenden. Auch der Verein der Betriebsrentner (www.betriebsrentner.de) und der Bundesverband der Betriebsrentner e.V. bietet seinen Mitgliedern eine Unterstützung an (www.bvb-betriebsrenten.de). (maa)

SusaK am 21.11.2016 um 18:13 Uhr
An wen kann man sich wenden?

Ich befinde mich in der gleichen Situation wie sde5231 und habe mir die gleichen Fragen gestellt.
Dazu habe ich bei der Verbraucherzentrale in Köln angefragt. Die haben mich an meinen alten Arbeitgeber verwiesen, den es zwischenzeitlich gar nicht mehr gibt.
An wen kann ich mich mit meiner Fragestellung wenden?

Profilbild Stiftung_Warentest am 29.09.2016 um 14:12 Uhr
Rechtsgrundlage

@Tinnitus1: Wir kennen Ihre Vertragskonstellation nicht. Grundsätzlich gilt: Wenn es zu einer Leistungskürzung durch eine Pensionskasse kommt, haftet nach dem Betriebsrentengesetz der Arbeitgeber subsidiär, wenn er bestimmte Leistungen zugesagt hat. (§ 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG: „Der Arbeitgeber steht für die Erfüllung der von ihm zugesagten Leistungen auch dann ein, wenn die Durchführung nicht unmittelbar über ihn erfolgt.“).
Welche Zusagen Ihr neuer Arbeitgeber übernommen hat, können wir Ihnen leider nicht beantworten. Zudem geht es meist um zukünftige Leistungen und nicht um die Veränderung von errungenen Anwartschaften. (TK)