Klaus A. aus Olpe: Ich wohne in einer vermieteten Eigentums­wohnung. Der Vermieter hat mir als Betriebs­kosten­abrechnung einfach seine Hausgeld­abrechnung gegeben. Ist das korrekt?

Finanztest: Nein. Die Hausgeld­abrechnung enthält die Neben­kosten der ganzen Anlage. Aber nur einen Teil davon zahlen die Mieter. Beispiel: Ein Hauswart erledigt oft kleine Reparaturen. Das zahlen die Eigentümer allein. Die Hauswart­kosten dürfen also nur gekürzt auf die Mieter umge­legt werden. Außerdem verteilt sich das Hausgeld auf die Eigentümer in der Regel nach ihrem Miteigentums­anteil. Gegen­über den Mietern muss aber meist nach Wohnungs­größe abge­rechnet werden. Die Abrechnung nach den Hausgeldzahlen ist nur dann möglich, wenn der Miteigentums­anteil der Wohnungs­größe entspricht. Damit der Mieter das über­prüfen kann, muss er mit der Betriebs­kosten­abrechnung etwa eine Kopie der Teilungs­erklärung erhalten. Dort steht die Höhe des Anteils.

Tipp: Lesen Sie in unserem Special Mietnebenkosten, wie Sie die Betriebs­kosten­abrechnung prüfen.

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