Fehler in der Betriebs­kosten­abrechnung müssen noch Jahre später korrigiert werden, wenn Mieter sie nicht selbst erkennen konnten. Die Mieter einer Wohn­anlage hatten in den Jahren 2008 und 2009 für Heiz­kosten 60 000 Euro zu viel bezahlt, weil der Energieversorger falsch abge­rechnet hatte. Der Versorger muss das Geld nun dem Vermieter zahlen, damit dieser den Mietern die zu viel bezahlten Kosten erstatten kann.

Der Energiedienst­leister hatte die Forderung zunächst zurück­gewiesen. Zu Unrecht, entschied das Kammerge­richt Berlin. Für die Mieter gelte nicht die gesetzliche Frist für Einwendungen gegen Betriebs­kosten­abrechnungen von einem Jahr. Der Fehler sei für sie nicht erkenn­bar gewesen. Der Vermieter muss die Heiz­kosten erstatten, der Versorger ist dafür verantwort­lich (Az. 14 U 23/15).

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