Schritt für Schritt: So überprüfen Sie die verlangten Kosten

Fristen. Eine Abrechnungsperiode beträgt zwölf Monate. Ihr Vermieter darf sich danach bis zu zwölf Monate Zeit lassen, um die Betriebskostenabrechnung zuzustellen. Später kann er nichts mehr nachfordern.

Mietvertrag. Es dürfen nur Betriebskosten verlangt werden, die im Mietvertrag vereinbart sind. Konkret genannt sein muss darin auch, was „Sonstige Kosten“ sind.

Verteilerschlüssel. Hat der Vermieter die Kosten richtig verteilt? Nach dem Gesetz gilt die Wohnfläche. Der Mietvertrag kann aber auch eine Umlage nach Köpfen oder nach Wohneinheiten vorsehen.

Kosten vergleichen. Sind Ihre Vorauszahlungen korrekt angegeben? Haben sich einzelne Posten stark verteuert? Beim Vergleich hilft der Betriebskostenspiegel des Mieterbunds. Im Jahr 2010 zahlten Mieter im Schnitt 2,19 Euro pro Quadratmeter und Monat. Einen Überblick über die Brennstoffkosten gibt die Internetseite heizspiegel.de.

Unterlagen einsehen. Sie können Rechnungen und Verträge beim Eigentümer oder der Hausverwaltung einsehen. Belege dürfen Sie auch fotografieren. Einen Anspruch auf Kopien haben Sie nur, wenn der Vermieter in einer anderen Stadt sitzt.

Fälligkeit. Fällig wird eine Nachzahlung in der Regel nach vier Wochen, wenn Sie nichts beanstanden. Sie können Abrechnungsfehler aber noch bis zu zwölf Monate nach dem Rechnungszugang beanstanden.

Steuern sparen. Haushaltsnahe Tätigkeiten, etwa für Gartenpflege, Winterdienst, Schornsteinfeger und Hausreinigung, können Sie als Mieter in Ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen. Materialkosten müssen sie vorher abziehen.

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