Betriebs­kosten Drucker Tinte unterbietet Toner

30.10.2013
Betriebs­kosten Drucker - Tinte unterbietet Toner
© Stiftung Warentest; Thinkstock (M)

Lange galt: Tinten­strahl­drucker sind in der Anschaffung güns­tiger als Laser­drucker, dafür sind ihre Ausdrucke teurer. Die Druckertests der Stiftung Warentest zeigen, dass diese Aussage so pauschal nicht mehr gilt. Im aktuellen Druckertest waren die Tinten­kosten im Schnitt sogar erst­mals güns­tiger als die Toner­kosten.

Mehr als 80 000 Blatt Papier verdruckt

Neben der Druck­qualität ist beim Druckerkauf vor allen Dingen entscheidend, wie hoch die Folge­kosten für Tinte oder Toner ausfallen. Um zu ermitteln, wie hoch diese Kosten sind, führt die Stiftung Warentest ein aufwendiges Testverfahren durch. Mehr als 80 000 Blatt Papier haben die Tester beim jüngsten Druckertest verbraucht. Aufeinander­gelegt ergibt das einen etwa acht Meter hohen Papier­stapel. Zirka 300 Tinten­patronen und Tonerkartuschen leerten die Drucker, um diesen Stapel mit Text­seiten, Fotos und Grafiken aufzutürmen. Jeder Drucker war im Test etwa 25 Stunden im Einsatz. Um den Tinten- und Tonerverbrauch zu ermitteln, lassen die Tester jedes Gerät drei Durch­gänge mit den jeweils größten Original­patronen der Hersteller drucken. Ein Durch­gang für Text­seiten, einen für Farb­grafiken und einen für A4-Fotos. Vor dem Start – und sobald die Patrone leer ist – wiegen die Prüfer die Patrone. Über den Gewichts­unterschied können sie fest­stellen, wie viel Tinte oder Toner der Drucker verbraucht hat.

Tinte schlägt Toner um 0,5 Cent

Betriebs­kosten Drucker - Tinte unterbietet Toner
Vergleich: Tinten- und Toner­kosten beim Fotodruck © Stiftung Warentest, Corel Stock Photo Library (M)
Betriebs­kosten Drucker - Tinte unterbietet Toner
Vergleich: Tinten- und Toner­kosten beim Text­druck ©  Stiftung Warentest

Erst­mals kostet die gedruckte Text­seite bei Tintengeräten mit 3,0 Cent im Schnitt weniger als bei Laser­druckern mit 3,5 Cent. Ähnliches gilt auch für die A4-Fotos. Bereits in den vergangenen Tests hatte sich dieser Trend angekündigt (siehe Grafik links). Das kann verschiedene Ursachen haben: Traditionell eher teurere Anbieter wie zum Beispiel Lexmark sind vom Markt verschwunden. Zudem sind die Patronen oft größer und güns­tiger geworden und Einzel­farb­tanks setzen sich durch. Inner­halb der jeweiligen Produkt­gruppen gilt allerdings immer noch die Faust­regel: Billigere Geräte drucken meist etwas teurer, während teurere Drucker oft geringere Folge­kosten haben.

Tipp: Welche Drucker am güns­tigsten drucken, erfahren Sie im Produktfinder Drucker. Zu 88 Geräten finden Sie detaillierte Tinten- oder Toner­kosten für Text-, Grafik-, und Foto-Druck, sowie alle weiteren wichtigen Test­ergeb­nisse und Ausstattungs­merkmale.

30.10.2013
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