Für die Betriebskostenabrechnung ist die im Mietvertrag vereinbarte und nicht die tatsächliche Wohnfläche maßgeblich. Erst wenn die Wohnung um mehr als 10 Prozent kleiner ist als im Vertrag angegeben, kann der Mieter verlangen, dass der Vermieter die Betriebskosten nach der tatsächlichen Wohnfläche abrechnet. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az. VIII ZR 261/06).

Das Urteil kann dazu führen, dass Betriebskosten ungerecht verteilt werden, wenn zum Beispiel bei einigen Mietern eine zu hohe, bei anderen eine zu niedrige Wohnfläche im Vertrag steht.

Die Wohnfläche ist in vielen Mietverträgen falsch angegeben, zum Beispiel, weil die Fläche unter Dachschrägen und die Quadratmeter eines Balkons nicht korrekt erfasst sind.

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