Unser Rat

Abrechnung prüfen. Nehmen Sie sich Zeit, die Betriebs­kosten­abrechnung von Ihrem Vermieter zu prüfen – selbst wenn seine Nach­forderung nicht hoch ausfällt oder er für Sie ein Guthaben ermittelt hat. Für einen Wider­spruch haben Sie zwölf Monate nach Eingang der Abrechnung Zeit.

Werte vergleichen. Insbesondere Posten, die im Vergleich zum Vorjahr erheblich gestiegen sind, können auf Fehler hindeuten. Vergleichen Sie Ihre Zahlen außerdem mit den Durch­schnitts­werten aus dem Betriebs­kostenspiegel des Mieter­bundes (Grafik unter „Schritt 8“ und unter www.mieterbund.de) oder erkundigen Sie sich bei Mieter­ver­einen in Ihrer Nähe nach einem Betriebs­kostenspiegel für Ihre Stadt oder Region. Wenn Sie bezweifeln, dass die Abrechnung korrekt ist, verlangen Sie vom Vermieter, dass Sie seine Verträge und Rechnungen einsehen dürfen. Wollen Sie Mieter­ver­ein oder Anwalt mit der Prüfung beauftragen, lassen Sie sich Kopien geben.

Fehler bean­standen. Das Recht auf Prüfung der Abrechnung ändert nichts daran, dass Sie eine Nach­forderung binnen 30 Tagen begleichen müssen. Dauert das Prüfen länger, sollten Sie zahlen, um keine Mahnungen oder gericht­lichen Schritte zu riskieren. Erklären Sie dem Vermieter schriftlich, dass Sie nur unter Vorbehalt zahlen. Ergibt Ihre Prüfung später Fehler, können Sie die Abrechnung in der zwölfmonatigen Frist bean­standen und zu viel gezahltes Geld zurück­verlangen. Wer dagegen ohne Vorbehalt zahlt, erkennt die Forderung des Vermieters an und hat keinen Anspruch auf Rück­zahlung.

Dieser Artikel ist hilfreich. 37 Nutzer finden das hilfreich.