Steuern sparen mit Neben­kosten

Leistungen. Arbeiten rund um Haus und Wohnung erkennt das Finanz­amt als haus­halts­nahe Dienst­leistungen oder Hand­werk­erleistungen an. Neben Tätig­keiten, die Mieter selbst in Auftrag geben, können sie auch einige Posten der Neben­kosten­abrechnung geltend machen. Meist sind das Ausgaben für Hausmeister und Schorn­steinfeger, Wartung von Aufzug und Heizung, Haus­reinigung und Garten­pflege sowie Winter­dienst.

Kosten. Da das Finanz­amt Material­kosten nicht anerkennt, ist der Vermieter verpflichtet, sich für jede Dienst­leistung die Lohn­kosten aufschlüsseln zu lassen und in der Abrechnung aufzuführen. Außerdem muss er dem Mieter dessen Anteil an den Gesamt­kosten mitteilen. Entweder in einem gesonderten Teil der Abrechnung oder als separate Bescheinigung, die der Mieter mit seiner Steuererklärung beim Finanz­amt einreichen kann.

Zeitraum. Häufig kommt die Abrechnung vom Vermieter erst nach dem Abgabe­termin für die Steuererklärung (1. Juni). Entweder nehmen Mieter dann ihre Voraus­zahlungen des Vorjahres als Grund­lage und ermitteln die steuerlich relevanten Beträge analog zur letzten Abrechnung. Oder sie machen die Kosten erst für das Jahr geltend, in dem sie die Abrechnung bekommen haben. 2015 abge­rechnete Ausgaben für 2014 gehören dann in die Steuererklärung für 2015.

Abzug. Der Fiskus zieht 20 Prozent der geleisteten Zahlungen direkt von der Steuerschuld ab – die Ober­grenze für haus­halts­nahe Dienst­leistungen liegt bei 4 000 Euro, für Hand­werk­erleistungen bei 1 200 Euro pro Jahr.

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