Was Vermieter abrechnen dürfen

Heizung. Umlegen darf der Vermieter Kosten für Brenn­stoffe und Lieferung, ebenso Ausgaben für Betriebs­strom sowie für Prüfungs-, Reinigungs- und Wartungs­arbeiten. Erlaubt sind auch Kosten der Verbrauchs­erfassung, etwa die Miete für Mess­geräte.

Warm­wasser. Ausgaben für zentrale Wasser­erwärmung, Eich­kosten sowie Reinigung und Wartung der Geräte sind Betriebs­kosten. Bei verbundenen Versorgungs­anlagen sind die Kosten getrennt auszuweisen.

Öffent­liche Lasten. Der Vermieter darf die Grund­steuer umlegen, nicht aber die Grund­erwerb­steuer.

Wasser­versorgung. Umge­legt werden darf der Wasser­verbrauch laut Zählerstand plus Grund­gebühr, ebenso Wartungs- und Abrechnungs­kosten.

Entwässerung. Hierzu gehören Abwasser­gebühren für Haus und Grund­stück oder Kosten einer nicht öffent­lichen Entwässerungs­anlage.

Aufzug. Betrieb und Wartung müssen auch Erdgeschoss­mieter zahlen, wenn der Aufzug in demselben Gebäudeteil wie die Wohnung ist. Umfasst der Wartungs­vertrag Reparaturen, muss der Vermieter 30 bis 50 Prozent aus der Gesamt­summe heraus­rechnen.

Straßenreinigung/Müll­abfuhr. Dazu gehören Gebühren für die Straßenreinigung sowie Kosten für Eis- und Schnee­beseitigung. Auch Müll­gebühren sowie Ausgaben für den Betrieb von Müll­schlu­ckern sind umlage­fähig – nicht aber die einmalige Abfuhr von Garten­abfällen oder Schutt.

Reinigung/Ungezieferbekämpfung. Mieter zahlen auch für die Reinigung von Gemein­schafts­flächen wie Treppen, Fluren sowie Keller- und Bodenräumen. Putzt der Hausmeister, gehören die Personal­kosten dafür hierher.

Garten­pflege. Unter diesen Posten gehören die Pflege von Grünflächen und Spielplätzen – inklusive Erneuerung von Pflanzen, Gehölzen und Sand – sowie von Zugängen und Zufahrten.

Beleuchtung. Auch Strom­kosten für Licht in Hof oder Zufahrt, im Treppen­haus, Fahr­stuhl und in Gemein­schafts­räumen müssen Mieter mitzahlen.

Schorn­steinfeger. Möglich sind hier Kehr­gebühren, wenn sie nicht schon unter dem Posten „Heizung“ stehen.

Versicherungen. Beiträge für Wohn­gebäude-, Grund­besitzerhaft­pflicht-, Öltank- und Glasbruch­versicherung darf der Vermieter umlegen.

Hauswart. Umlage­fähig sind Lohn und Sozial­abgaben – ohne Kosten für Reparatur- und Verwaltungs­aufgaben.

Kabel/Antenne. Grund­gebühr, Betriebs- und Wartungs­kosten für eine Antennen- oder private Verteil­anlage darf der Vermieter abrechnen.

Sons­tige Kosten. Abrechnen lassen sich nur Ausgaben, die im Miet­vertrag ausdrück­lich genannt sind und laufend anfallen. Dazu gehören die regel­mäßige Reinigung der Dach­rinnen sowie Ausgaben für eine Mietersauna oder ein Schwimm­bad im Haus. Abrechen­bar sind auch Kosten für Miete und Wartung von Rauchmeldern.

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