Nicht die Katze im Sack kaufen

Vor Abschluss eines Vertrags muss der Arbeitnehmer über die Leistungen informiert sein.

Die Vereinbarung zum Entgeltverzicht für eine betriebliche Altersversorgung haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer unterschrieben. Doch erst viel später schickt der Anbieter dann den Versicherungsschein, in dem die Vertragsleistungen festgeschrieben sind. Manchmal bekommt der Arbeitnehmer diesen Schein noch nicht einmal direkt vom Anbieter zugeschickt, sondern nur als Kopie vom Arbeitgeber. Er erfährt also nur auf Umwegen, welche Ansprüche er aus seiner betrieblichen Altersvorsorge hat.

Besser ist stets, wenn der Arbeitnehmer bereits vor der Unterschrift über die Verbraucherinformationen mit allen Angaben zu den Leistungen des Vertrags verfügt. Er sollte sowohl die garantierte Rente als auch die Höhe der Versorgung für die Hinterbliebenen oder bei Berufsunfähigkeit kennen. Nur so kann er sicher sein, nicht die Katze im Sack zu kaufen.

Dies ist auch im Sinne des Arbeitgebers. Er beugt so Schadenersatzforderungen des Arbeitnehmers vor. Die könnte dieser stellen, wenn er mit den Leistungen unzufrieden ist und vorher nicht darüber informiert worden ist.

Optimal ist die Information für den Arbeitnehmer, wenn er einmal im Jahr einen Kontoauszug bekommt, aus dem seine kompletten Anwartschaften aus seinem Vorsorgevertrag hervorgehen, einschließlich der zusätzlichen Versicherungen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 935 Nutzer finden das hilfreich.