Checkliste

  • Eigenvorsorge. Prüfen Sie Ihren privaten Risikoschutz bei Berufsunfähigkeit sowie die Absicherung von Hinterbliebenen im Fall Ihres Todes. Haben Sie bereits eine günstige Berufsunfähigkeitsversicherung und sind Ihre Hinterbliebenen bereits gut abgesichert, etwa durch eine Risikolebensversicherung, brauchen Sie diesen Schutz nicht über den Betrieb einzukaufen. Wenn möglich, verzichten Sie darauf. Denn diese Absicherungen kosten zusätzlich Geld und schmälern Ihren Rentenanspruch.
  • Auswahl. Über die Art der Betriebsrente entscheidet der Arbeitgeber, auch wenn Sie per Entgeltumwandlung einen Teil Ihres Lohns in eine betriebliche Altersvorsorge ­investieren. Wenn Sie einen Vertrag mit Hinterbliebenen- und Berufsunfähigkeitsschutz haben wollen, erkundigen Sie sich danach beim Betriebsrat oder in der Personalabteilung. Steht in Ihrem Betrieb derzeit die Auswahl eines Angebots an, versuchen Sie, über den Betriebsrat darauf Einfluss zu nehmen. Achten Sie darauf, dass es wenigstens die Wahlmöglichkeit gibt, einen Tarif mit oder ohne Hinterbliebenen- und Berufsunfähigkeitsschutz abzuschließen.
  • Zeitpunkt. Erst mit einem Vertrag, den Sie ab 2005 abschließen, können Sie Ihre Ansprüche bei einem Jobwechsel leichter mitnehmen (siehe Finanztest 8/04). Derzeit laufen Sie Gefahr, beim Jobwechsel den zusätzlichen Schutz zu verlieren.
  • Leistungen. Vergewissern Sie sich, dass der über den Betrieb abgeschlossene Hinterbliebenen- und Berufsunfähigkeitsschutz Ihrer Situation genügt. Wenn Sie unverheiratet mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin zusammenleben, achten Sie darauf, dass er oder sie in die Hinterbliebenenversorgung einbezogen ist. Bei einigen Angeboten gibt es eine Witwen- oder Witwerrente nur für den Ehepartner.
  • Rentengarantiezeit. Wenn Sie eine Rentengarantiezeit vereinbart haben, wird ­Ihre Rente über Ihren Tod hinaus für diesen vereinbarten Zeitraum an Ihre Hinterbliebenen gezahlt. Dies kann sinnvoll sein, wenn Ihre Hinterbliebenen dieses Geld noch für einige Jahre brauchen, weil sie beispielsweise einen Kredit abbezah­len müssen. Eine Rentengarantiezeit kann jedoch eine Hinterbliebenenversorgung nicht ersetzen. Denn die Rente wird nach Ablauf des vereinbarten Zeitraums nicht weitergezahlt. Wenn Sie eine wirklich dauerhafte Hinterbliebenenversorgung wünschen, wählen Sie einen Tarif, der dies einschließt und keinen Tarif mit Rentengarantie.

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