Tipps

Einstieg. Machen Sie wenn möglich bei einer betrieblichen Altersvorsorge mit, denn eine Zusatzvorsorge für den Ruhestand ist unerlässlich. Die Steuervorteile sind attrak­tiv. Die betriebliche Vorsorge schlägt die private Vorsorge deshalb fast immer.

Laufzeit. Lassen Sie den Vertrag erst mit 65 Jahren auslaufen. Vereinbaren Sie zudem, dass Sie früher – frühestens mit 60 Jahren – an das Geld herankommen, wenn Sie doch vorzeitig in Rente gehen wollen.

Invaliditätsvorsorge. Nehmen Sie eine Absicherung für Berufsunfähigkeit in Ihre betriebliche Altersvorsorge auf, wenn Ihnen das angeboten wird und Sie anderweitig nicht genügend vorgesorgt haben.

Hinterbliebenenabsicherung. Vereinba­ren Sie eine Witwen- oder Witwerrente ­sowie Waisenrenten für Ihre Kinder nur, wenn Sie durch andere Verträge noch nicht genügend vorgesorgt haben. Solche Absicherungen kosten zusätzlich Geld und schmälern Ihren Rentenanspruch. Ihre Familie können Sie besser mit einer ausreichend hohen Risikolebensversicherung für den Fall Ihres Todes absichern.

Rentengarantiezeit. Wenn Sie eine Rentengarantiezeit vereinbaren, wird Ihre Rente für den vereinbarten Zeitraum gezahlt, auch wenn Sie früher sterben. Vereinbaren Sie das nur, wenn Ihr Ehepartner oder Ihre Kinder darauf nach Ihrem Tod angewiesen sind. Diese Option kostet Geld.

Elternzeit. Während Sie Lohnersatzleistungen wie Mutterschafts- oder Krankengeld beziehen oder in der Elternzeit sind, kann in Ihre betriebliche Altersvorsorge nicht eingezahlt werden. Erstreckt sich die Phase aber nicht über ein gesamtes Jahr, ist es bei einem Versorgungsvertrag mit jährlicher Beitragszahlung möglich, doch noch einzuzahlen. Das gilt für eine arbeitnehmer- wie arbeitgeberfinanzierte Vorsorge. Jährliche Einzahlungen, etwa aus dem Weihnachtsgeld, sind deshalb besser.

Unverfallbarkeit. Auch eine betriebliche Altersvorsorge, die allein der Arbeitgeber bezahlt, kann von Anfang an unverfallbar sein. Das können Sie vertraglich vereinbaren. Fragen Sie Ihren Arbeitgeber, ob er dazu bereit ist. Argumentieren Sie, dass er mit der von ihm bezahlten betrieblichen Altersvorsorge seinen Mitarbeitern doch eigentlich einen Zusatzlohn anbiete. Dann sei es unverständlich, wenn dieses Zubrot bei einem Arbeitsplatzwechsel innerhalb von fünf Jahren wieder verloren gehe. Insolvenzgeschützt ist aber auch diese Vorsorge erst nach fünf Jahren.

Versorgungsvertrag. Achten Sie bei Vertragsschluss auf die garantierten Leistungen. Daran können Arbeitnehmer und Arbeitgeber beim Vergleich vor allem kostengünstige Angebote erkennen.

Provision. Verlangen Sie vom Arbeitgeber, dass er im Interesse seiner Belegschaft bei der betrieblichen Altersvorsorge nach Anbietern sucht, die die Abschlusskosten grundsätzlich über die gesamte Vertragslaufzeit verteilen. Eine hohe Anfangsprovision kann eine betriebliche Altersvorsorge besonders für jüngere Arbeitnehmer, die ihren Job während ihres Berufslebens vermutlich noch mehrmals wechseln, unattraktiv machen. Das schränkt die notwendige Mobilität von Arbeitnehmern ein.

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