Mehrere Bausteine

Betriebliche Altersvorsorge Meldung

Die Altersvorsorge bei der Volkswagen AG funktioniert über eine Direktzusage. VW sagt den Beschäftigten eine Rente zu und legt dafür Geld zurück. Bis Ende 2000 hat VW dafür Rückstellungen gebildet. Seit 2001 verwaltet der Volkswagen Pension Trust die eingezahlten Beiträge. Der Pension Trust ist kein Pensionsfonds im Sinne der Rentenreform, sondern nur ein anderer Weg, der unter anderem die Finanzierbarkeit der betrieblichen Altersvorsorge bei VW sicherstellen soll. Es gilt weiterhin die Direktzusage des Unternehmens. Deshalb können die Mitarbeiter die Riester-Förderung dafür nicht in Anspruch nehmen.

Die Beiträge in die zusätzlich zum Arbeitsentgelt gewährte Altersvorsorge zahlt VW. Bei Mitarbeitern, die vor dem 31. Dezember 2000 angefangen haben, schießt VW 2 Prozent vom Bruttolohn zu. Wer später eingestellt wurde, erhält 1 Prozent vom Tariflohn.

Das Geld fließt in den Pension Trust, dessen Portfolio momentan je zur Hälfte aus Aktien und festverzinslichen Papieren besteht. VW garantiert den Mitarbeitern eine Rendite von 3 Prozent pro Jahr. Darüber hinausgehende Überschüsse werden nach Abzug von Sicherheitsreserven an die Mitarbeiter weitergegeben. Mitarbeiter ab 50 Jahren dürfen sich entscheiden, ob sie bei dem Pension Trust mitmachen oder beim alten System bleiben wollen.

Die Vorsorge enthält weitere Bausteine. So können sich Mitarbeiter statt der vollen Auszahlung des Gehalts oder der Überstunden über ein "Zeit-Wertpapier" Arbeitszeit und auch Geld gutschreiben lassen. Zweck des Zeit-Wertpapiers ist es, Mitarbeitern einen früheren Ruhestand zu ermöglichen und andererseits für jüngere Menschen Arbeitsplätze freizumachen. Die Beschäftigten von VW können ihre Altersvorsorge außerdem durch eine Beteiligungsrente aufbessern. Sie besteht aus den vermögenswirksamen Leistungen, die VW-intern verbucht werden, sowie aus freiwilligen Beiträgen der Mitarbeiter.

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