Gruppenrabatte sind Verhandlungssache

2 bis 3 Prozent mehr Rente ab 10 oder 15 Leuten – so viel bringt der Gruppenrabatt bei betrieblichen Riester-Verträgen auf jeden Fall.

In der Masse wird der Vertrag preiswerter. Das ist das Hauptargument für einen betrieblichen Riester-Vertrag. Er bringt bei gleicher Einzahlung mehr Rente als der private Vertrag.

Viele Preisnachlässe sind Verhandlungssache. Personalleiter, die Versorgungssysteme für große Belegschaften aufbauen wollen, haben eine bessere Position bei den Anbietern als Firmen mit zwei oder drei Angestellten.

Was der Rabatt ausmacht

Ab zehn Mitarbeitern sind bei den Versicherern Rabatte von 2 bis 3 Prozent möglich. Das wirkt sich im Einzelfall zum Beispiel wie folgt aus:

Ein kinderloser 30-jähriger Arbeitnehmer mit einem Bruttojahreseinkommen von 25 000 Euro zahlt über seinen Arbeitgeber bis zu seinem 65. Geburtstag bei der Versicherungsgesellschaft Helvetia die erforderlichen Beiträge einschließlich seiner staatlichen Zulagen in einen klassischen Riester-Rentenversicherungsvertrag ein. Als Rente garantiert ihm das Unternehmen im Einzelvertrag 229 Euro im Monat, im Gruppenvertrag ab zehn Mitarbeitern kommt er auf 238 Euro.

Eine 30-jährige Frau bekäme unter den gleichen Bedingungen bei der Alten Leipziger im Einzelvertrag knapp 217 Euro garantierte Rente im Monat, im Kollektiv rund 11 Euro mehr.

Über die Jahre macht diese Differenz viel aus. Außerdem bekommen Versicherte normalerweise nicht nur die garantierte Rente, sondern mehr. Dann wird der Vorteil des Gruppenvertrags noch deutlicher: Die Helvetia etwa prognostiziert dem 30-jährigen Mann aus dem Beispiel oben im Einzelvertrag eine Rente von 493 Euro im Monat, im Gruppenvertrag sind es 513 Euro.

Die Angebote vergleichen

Arbeitnehmer, die in größeren Unternehmen arbeiten, können eher als Mitarbeiter aus kleineren Firmen damit rechnen, dass ein Angebot für einen betrieblichen Riester-Vertrag einem privaten Angebot aus Kostengründen über­legen ist. Einen kritischen Vergleich mit einem privaten Vertrag sollte aber jeder machen, bevor er unterschreibt. Dazu muss der Kunde private Vergleichsangebote mit gleichen Bedingungen (Beitrag, Zulage, Rentengarantie, Zusatzleistungen) einholen. Der beste Vergleichsmaßstab ist dann die Höhe der garantierten Rente.

Bei betrieblichen Angeboten mit hoher Aktien- oder Fondsanlage, die nur den Erhalt des eingezahlten Geldes zusagen, hilft diese Größe allerdings nicht. Hier empfiehlt sich eine genaue Nachfrage nach dem Investment, das hinter der betrieblichen Geldanlage stehen wird.

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