Betriebliche Altersvorsorge Meldung

Arbeitnehmer aufgepasst: Nicht nur mit privaten Riester-Verträgen gibts staatliche Zulagen und Steuerersparnisse. Auch die betriebliche Altersvorsorge hat diese Vergünstigungen zu bieten. Vor allem in größeren Betrieben kann diese Form der Riester-Absicherung von Vorteil sein. Gruppenrabatte der Versicherer können Kostenvorteile gegenüber privaten Abschlüssen bringen. Finanztest hat die betriebliche Altersvorsorge unter die Lupe genommen und sagt, wie diese Absicherung funktioniert, wann sich der Abschluss lohnt und was Verbraucher beachten sollten.

Arbeitgeber ist zuständig

Das Prinzip: Der Arbeitgeber zieht die Beiträge für die betriebliche Altersvorsorge direkt von Gehalt seiner Arbeitnehmer ab, um diese dann direkt an den entsprechenden Anbieter zu überweisen. Auch für die staatlichen Zulagen (Grund- und Kinderzulage) ist der Arbeitgeber zuständig. Doch oft übernehmen die Anbieter der betrieblichen Altersvorsorge dies. Praktisch für den Arbeitnehmer: Er muss nur noch in seiner Steuererklärung den Abzug der Sonderausgaben für seine Einzahlungen einschließlich der Zulagen beantragen.

Drei sind erlaubt

Arbeitnehmern können zwischen fünf Formen der betrieblichen Altersvorsorge wählen: Direktzusage, Unterstützungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds. Nur für die letzten drei gibts die Riester-Förderung. Letztendlich entscheidet aber der Arbeitgeber, welchen Anbieter und welches Vorsorgemodell er seinen Angestellten anbietet. In tariflich gebundenen Betrieben kann die Auswahl auch durch den Tarifvertrag festgelegt sein.

Kostenvorteil ist wichtig

Rabatte von zwei Prozent des Jahresbeitrags und mehr sind bei der betrieblichen Absicherung möglich, wenn mindestens zehn Mitarbeiter an einem Vertrag teilnehmen. Fehlt der Kostenvorteil, sollten Arbeitnehmer jedoch die private Riester-Absicherung vorziehen. Denn diese ist flexibler. Beispiel: Einem betrieblichen Riester-Vertrag können Arbeitnehmer nicht zur Immobilienfinanzierung einsetzen.

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