Koppeln Arbeitgeber die betriebliche Altersvorsorge in ihrem Unternehmen an die gesetzliche Rente, dürfen sie diese nur begrenzt anrechnen. Das hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) in zwei Fällen entschieden. Eine gesetzliche Rente, einschließlich Hinterbliebenenrente, darf höchstens zu 80 Prozent angerechnet werden (Az. 3 AZR 97/08 und 80/08). Betroffen von den Urteilen sind Gesamtversorgungssysteme. In dieser Form der Betriebsrente sagt der Arbeitgeber nicht eine eigene Leistung in bestimmter Höhe zu. Stattdessen verspricht er, die gesetzliche Rente so aufzustocken, dass eine bestimmte Gesamtversorgung erreicht wird. Das kann dazu führen, dass die gesetzlichen Rente bis zu 100 Prozent angerechnet wird. Dieser Praxis schob das BAG nun einen Riegel vor. Eine volle Anrechnung entwerte die gesetzliche Rente unverhältnismäßig.

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