Betriebliche Alters­versorgung Meldung

Ein Arbeit­geber kann ein Frei­fahrt­ticket nicht einfach streichen.

Auch ein Familien-Frei­fahrti­cket für den öffent­lichen Nahverkehr kann zur betrieblichen Alters­versorgung gehören und darf als Teil dieser nicht einfach gestrichen werden. Das hat das Landes­arbeits­gericht Düssel­dorf Ende Juni 2017 entschieden (Az. 6 Sa 173/17), eine Revision des Urteils ist zugelassen.

Ein Nahverkehrs­unternehmen gewährte seiner Belegschaft Familien-Frei­fahrt­karten über die aktive Beschäftigung hinaus auch im Ruhe­stand. Eine neue Betriebs­ver­einbarung im Januar 2016 sah allerdings vor, dieses Ticket abzu­schaffen. Einem Busfahrer passte das nicht. Er wollte, dass seine Ehefrau es auch weiterhin nutzen kann und klagte. Das Gericht entschied, dass die Streichung zwar für die aktive Zeit als Arbeitnehmer in Ordnung geht. Wenn der Busfahrer im Jahr 2018 aber seine Betriebs­rente bezieht, soll seine Ehefrau auch das Freiti­cket wieder nutzen können. Ab diesem Zeit­punkt sei es als Leistung der betrieblichen Alters­versorgung besonders geschützt.

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