Betriebliche Altersversorgung Meldung

Ein Griff in die Firmen­kasse ­kostet nicht den Rentenanspruch.

Wenn ein Arbeitnehmer Firmengeld veruntreut, kann er zwar fristlos entlassen werden. Seinen Anspruch auf Betriebsrente verliert er jedoch nicht. Mit ­diesem Urteil unterstrich das Landesarbeitsgericht Hamburg, dass unverfallbare Ansprüche auf eine betriebliche Altersversorgung kaum rückgängig zu machen sind (Az. 5 Sa 21/04).

Wegen Untreue, Unterschlagung und Betrug war der ­Arbeitnehmer, der bei dem ­Unternehmen knapp 32 Jahre arbeite, zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Dies rechtfertige aber nicht, dass der Arbeitgeber ihm die Betriebsrente streicht. Der Widerruf ­einer Betriebsrente sei kein Mittel, „pflichtwidriges Verhalten zu sanktionieren“.

Ein Widerruf sei möglich, wenn der Arbeitnehmer den unverfallbaren Anspruch „erschlichen“ habe. Dies sei aber nicht der Fall gewesen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 184 Nutzer finden das hilfreich.