Betreutes Wohnen Meldung

Die ersten Wohnanlagen für ältere Menschen haben das neue DIN-Siegel für „Betreutes Wohnen“ bekommen. Es zeigt, dass sie die bundesweit einheitlichen Qualitätsstandards der neuen Norm 77800 einhalten. Sie trat vor rund einem Jahr in Kraft und soll helfen, schwarzen Schafen das Handwerk zu legen. Denn der Begriff „Betreutes Wohnen“ ist gesetzlich nicht geschützt.

Wohnanlagen, die das Siegel „DIN geprüft“ tragen, müssen strenge Kriterien erfüllen. Dazu zählen umfangreiche Betreuungs- und Serviceangebote, barrierefreie Wohnungen und Einrichtungen, faire Miet- und Betreuungsverträge und transparente Preise.

Bisher haben bundesweit allerdings erst 13 Wohnanlagen das Siegel erworben. „Wer kein DIN-zertifiziertes Angebot in seiner Gegend findet, sollte selbst so weit wie möglich prüfen, ob die Wohnanlage seiner Wahl die Kriterien der DIN-Norm erfüllt“, sagt Alexander Rychter vom Kuratorium Betreutes Wohnen NRW. Dem DIN-Siegel vergleichbar seien die Qualitätssiegel für Betreutes Wohnen in Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg.

Tipp: Eine Liste der DIN-zertifizierten Anbieter gibt es unter www.din77800.de. Dort können Sie auch die DIN-Norm herunterladen – allerdings für stolze 63,83 Euro. Eine Broschüre mit einer Übersicht aller Qualitätsanforderungen für das Gütesiegel in NRW gibt es dagegen kostenlos unter www.kuratorium-betreutes-wohnen.de.

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