Besteuerung schwerer Geländewagen Meldung

BMW X5: Euro-3 nur als Nutzfahrzeug.

Verbraucherzentrale Bundesverband klagt gegen die durstigen „Diesel-Panzer“.

Seit Januar werden Autos höher besteuert. Das merken vor allem die Besitzer älterer, größerer Dieselautos, zum Beispiel Geländewagen. Eigner eines Mercedes G 300 Turbodiesel zahlen inzwischen 37,58 Euro je 100 Kubikzentimeter Hubraum, also jährlich 1 127,40 Euro.

Es geht aber auch billiger. Wer das Auto „auflastet“, das heißt ein zulässiges Gesamtgewicht von mehr als 2 800 Kilogramm eintragen lässt, kann es nach Gewicht statt nach Hubraum besteuern lassen. Mercedes rechnet vor, dass sich so bis zu 995 Euro sparen lassen. Bei der Besteuerung nach Gewicht werden in diesem Fall nur 172 Euro pro Jahr kassiert. Die zur Umschreibung erforderliche Bescheinigung ist beim Hersteller erhältlich.

Der Verbraucherzentrale Bun­­des­verband geht gegen die „Diesel-Panzer“ vor. Er hat gegen BMW, Mercedes und VW wegen irreführender Ken­n­zeichnung der Diesel-Mo­delle X5, ML und Touareg geklagt. Sie werden mit der Abgasnorm Euro 3 beworben, ohne Hinweis, dass sie nur die lascheren Grenzwerte für Nutz­fahrzeuge erreichen. Das Landgericht Braunschweig hat die Klage gegen VW abgewiesen, wogegen der vzbv Berufung einlegt. Es müsse ausge­schlossen werden, dass Pkw mit extrem hohem Schad­stoffausstoß durch irreführende Kennzeichnung ein positives Umweltimage verliehen wür­de. Ein Teilerfolg: BMW und Mercedes haben die Werbung für die beanstan­de­ten Modelle geändert.

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