Ein Sohn klagte vor dem Verwaltungs­gericht Aachen, weil er die Urne seiner Mutter in das Reihen­grab seines Jahr­zehnte zuvor verstorbenen Vaters umbetten lassen möchte. Die Friedhofs­satzung der Stadt Aachen untersagt jedoch die Nutzung eines Reihen­grabs für zwei Verstorbene. Das Gericht wies die Klage ab (Az. 7 K 1569/16). Die Totenruhe sei höher zu gewichten als das Umbettungs­interesse des Klägers.

Dies gelte selbst dann, wenn die Mutter des Klägers zu Lebzeiten geäußert hätte, sie wolle gemein­sam mit ihrem verstorbenen Ehemann bestattet werden. Denn weder sie noch der Sohn hätten sich ernst­haft um ein Wahl­grab für beide Eheleute gekümmert. Hinzu kommt, dass das Nutzungs­recht am Reihen­grab des Vaters seit Jahren abge­laufen ist.

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