Bestattungs­verfügung: Wünsche fest­legen

Nach dem Tod eines Menschen müssen die Angehörigen in kurzer Zeit viele Formalitäten erledigen und die Beerdigung organisieren. Wenn Sie zu Lebzeiten eine Bestattungs­verfügung verfassen, ist das für Ihre Angehörigen eine große Hilfe.

Was drin­stehen sollte

Schreiben Sie einfach auf, wie Sie beerdigt werden möchten und unter­schreiben Sie Ihre Wünsche. Empfehlens­wert sind folgende Inhalte in der Verfügung:

  • Die Über­schrift „Bestattungs­verfügung“ oder „Wünsche für meine Beerdigung“.
  • Ihren Namen, Ihr Geburts­datum und Ihre Anschrift.
  • Wer ist fürsorgeberechtigt und soll sich um die Bestattung kümmern?
  • Die Bestattungs­art: Erd- oder Feuer­bestattung.
  • Den Bestattungs­ort.
  • Die Form: Grab mit namentlicher Nennung oder anonym.

Totenfür­sorge

Wenn Sie nicht fest­legen, welche Person sich nach Ihrem Tod um Ihre Bestattung kümmern soll, gilt die gesetzliche Regelung Ihres Bundes­landes. Zunächst ist der Ehepartner verantwort­lich, dann die Kinder. Die Rang­folge, wann die Enkel­kinder, Eltern, Groß­eltern und Geschwister in die Pflicht genommen werden, ist in den Bestattungs­gesetzen der Bundes­länder unterschiedlich geregelt. Die Gesetzes­texte finden Sie im Internet, zum Beispiel auf Aeternitas.de. Sie können natürlich auch eine Person außer­halb der Familie benennen.

Tipp: Bewahren Sie die Bestattungs­verfügung nicht mit dem Testament auf, sondern im Familien- oder Stamm­buch. Das Dokument brauchen Ihre Angehörigen in Ihrem Todes­fall als erstes. Binden Sie Ihre Angehörigen mit in die Planung ein und geben Sie dem Fürsorgeberechtigten zu Lebzeiten eine Kopie Ihrer Wünsche. Sollten sich Ihre Wünsche ändern, können Sie jeder­zeit eine neue Verfügung schreiben.

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