Bestattung Ruhe­stätte mit Grab­pflege

13.02.2018
Bestattung - Ruhe­stätte mit Grab­pflege
Der Fußball­ver­ein Schalke 04 hat ein Grab­feld in Form eines Stadions. Ein Urnen­platz mit Grabplatte kostet mindestens 2 800 Euro. © action press

Viele Menschen möchten ihre Angehörigen nicht mit jahr­zehnte­langer Grab­pflege belasten. Friedhöfe haben darauf reagiert und bieten Ruhe­stätten an, bei denen in der Nutzungs­gebühr die Grab­pflege für die gesamte Liegedauer enthalten ist. Es gibt Pfle­gegräber und Gemein­schafts­gräber.

Pfle­gegrab

Mitarbeiter des Friedhofs oder der Friedhofs­gärtnerei kümmern sich bei Pfle­gegräbern um die Bepflan­zung der Gräber. Manche Friedhöfe bieten Pfle­gegräber zum Beispiel als Reihen­gemein­schafts­grabstätte an. Das kann eine rasen­gepflegte Ruhe­stätte mit Grabplatte für jeden Verstorbenen sein. Die Grabplatten sind in einer Reihe ange­ordnet und bei allen Gräbern einheitlich. Der Preis für die Platte ist oft in der Nutzungs­gebühr enthalten. Blumen dürfen am Grab in Vasen oder Töpfen abge­stellt werden. Die Kosten sind regional verschieden. Wir fanden Gebühren ab 1 300 Euro. Oft kann das Grab nicht verlängert werden.

Tipp: Über die eigene Beerdigung zu sprechen fällt schwer. Doch es kann sinn­voll sein, das Wichtigste schon zu Lebzeiten zu regeln. Wie Sie das tun können, zeigt unser Test Bestattungsvorsorge: So planen Sie den Abschied nach Ihren Wünschen. Was im Todes­fall zu tun ist, erklärt unser Spezial Bestattung (96 Seiten, 8,50 Euro).

Gemein­schafts­grab

Viele Friedhöfe haben Gemein­schafts­gräber, die von Gärtnern gestaltet und gepflegt werden. Sie sind oft wie ein kleiner Park oder ein Ziergarten angelegt. Der Gedenk­stein des Verstorbenen ist in die Garten­anlage einge­bettet, ohne dass die einzelnen Grabstätten von einander abge­grenzt sind. Gemein­schafts­grab­anlagen gibt es für Sarg- und für Urnen­bestattungen. Manche haben darüber hinaus noch eine inhalt­liche Idee, wie etwa die Fan-Friedhöfe der Vereine Schalke 04 (siehe Foto) und des Hamburger Sport­ver­eins (HSV).

Tipp: Jeder Friedhof kann selbst entscheiden, ob er Gräber mit Grab­pflege anbietet und wie er sie nennt. Wenn Sie ein solches Grab in Ihrer Nähe suchen, helfen Ihnen bei einer Online­suche die folgenden Begriffe: gärtner­betreutes Grab­feld, pfle­gefreies Grab, Grab ohne Pflege­verpflichtung, Bestattungs­garten, Gemein­schafts­grab, Pfle­gegrab.

13.02.2018
  • Mehr zum Thema

    Grab­pflege Wer sich kümmert, wenn sich niemand kümmern kann

    - Durch­schnitt­lich 23 Jahre beträgt die Ruhe­zeit auf Friedhöfen. In dieser Zeit muss das Grab gepflegt werden. Wenn Hinterbliebene wegziehen oder zu krank sind, um sich...

    Werk­vertrags­recht Auch Grab­steine können fehler­haft sein

    - Eine Grab­anlage aus schwarzem Granit ist mangelhaft, wenn sich darauf graue Aufhellungen zeigen. Der Käufer kann Rück­abwick­lung des Werk­vertrags und sein Geld zurück...

    Bestattungs­recht Wenn es Streit gibt um die Grab­gestaltung

    - Durch­schnitt­lich 23 Jahre müssen sich Angehörige hier­zulande um die Pflege eines Friedhofs­grabs kümmern. So lange beträgt die durch­schnitt­liche Ruhe­zeit der...