Bestatter

Tipps

4

Erste Schritte

  • Arzt. Rufen Sie einen Arzt, wenn Ihr Angehöriger zu Hause gestorben ist. Der Arzt stellt den Totenschein aus.
  • Verwandte. Benachrichtigen Sie Verwandte, Freunde und gegebenenfalls den Arbeitgeber des Toten.
  • Verfügung. Prüfen Sie, ob der Verstorbene seine Bestattung selbst geregelt hat, zum Beispiel mit einem Vorsorgevertrag oder einer Willenserklärung zur Feuerbestattung.

Innerhalb von 36 Stunden

  • Standesamt. Zeigen Sie den Tod Ihres Angehörigen umgehend beim Standesamt an. Das Standesamt des Sterbeortes stellt die Sterbeurkunde aus. Dafür müssen Sie folgende Dokumente vorlegen: Totenschein, Geburts- oder Heiratsurkunde und Personalausweis des Verstorbenen. Der Familienstand kann auch durch ein Familienstammbuch belegt werden. Den Gang zum Standesamt kann auch der Bestatter übernehmen.
  • Bestatter. Beauftragen Sie ein Bestattungsinstitut mit dem Begräbnis. Der Bestatter kann viele Aufgaben übernehmen: Er überführt die Leiche, wäscht sie, kleidet und sargt sie ein. Auf Wunsch kauft der Bestatter das Grab bei der Friedhofsverwaltung, organisiert Trauerfeier, Bestattung und Trauermahl. Auch Traueranzeigen in Zeitungen können über den Bestatter geschaltet werden. Viele Unternehmen kümmern sich auch um die Benachrichtigung von Krankenkasse, Bank und Versicherungen.

Das Begräbnis

  • Preisvergleich. Lassen Sie sich möglichst frühzeitig von mehreren Bestattern beraten. Vergleichen Sie Preis und Leistung. Fragen Sie nach detaillierten Angeboten. Nutzen Sie die Checkliste von aeternitas.de.
  • Selber machen. Überlegen Sie, welche Arbeiten Sie selbst übernehmen wollen. Die Organisation persönlicher Dinge kann bei der Trauerarbeit helfen. Außerdem sparen Sie Geld. Folgende Aufgaben können gut von Angehörigen übernommen werden: Grab auswählen, Termine mit der Friedhofsverwaltung und dem Pfarrer absprechen, Todesanzeigen schalten. Mitunter dürfen Freunde und Verwandte auch den Sarg tragen und absenken. Fragen Sie danach.
  • Friedhof. Friedhöfe dürfen keine Gewinne erzielen. Trotzdem sind ihre Gebühren sehr unterschiedlich. Ebenso die Mindestdauer für die Grabnutzung: meist 10 bis 30 Jahre.
  • Bestattung. Wählen Sie die gewünschte Form der Bestattung. Berücksichtigen Sie dabei die Wünsche des Verstorbenen.
  • Erdbestattung. Sie kaufen das Nutzungsrecht für eine Grabstelle. Es ist zeitlich begrenzt. Bei einem Wahlgrab können Sie Lage und Größe des Grabes bestimmen. Billiger sind Reihengräber. Hier haben Sie keinen Einfluss auf die Lage.
  • Feuerbestattung. Erfordert eine Verfügung des Verstorbenen oder eine Willenserklärung des nächsten Angehörigen. Bei Feuerbestattungen findet eine zweite Leichenschau durch einen Arzt im Krematorium statt. Die Urne kann in einem Grab (Wahl- oder Reihengrab), in einer Gemeinschaftsgrabstätte, anonym, in einem Bestattungswald oder auf See beigesetzt werden.

Nach der Beerdigung

  • Grabpflege. Das Grab wird ungefähr sechs Wochen nach der Beisetzung von Kränzen und Blumengestecken geräumt. Organisieren Sie nun die Grabpflege. Der Grabstein kann nach sechs bis acht Monaten aufgestellt werden. Dann hat sich die Grabschüttung gesenkt.
  • Formalitäten. Informieren Sie Versicherungen und Banken vom Tod des Verstorbenen. Kündigen Sie gegebenenfalls Wohnung, Telefon, Zeitung, Gas und Strom.
  • Nachlass und Erbe. Machen Sie Ihre Finanzansprüche gegenüber Versicherungen, Krankenkasse, Firma oder Behörden geltend. Beantragen Sie einen Erbschein beim Amtsgericht und lassen Sie das Testament eröffnen. Hierbei hilft ein Notar.

zurück zum Online-Test

4

Mehr zum Thema

  • Gewusst wie Ster­beurkunde beantragen

    - Die Ster­beurkunde ist ein amtliches Dokument, das den Tod einer Person bescheinigt. Die Urkunde ist in Deutsch­land Pflicht und das wichtigste Dokument für sämtliche...

  • Bestattung Zu Hause Abschied nehmen

    - Bei einer Aufbahrung zu Hause können Familie und Freunde in vertrauter Umge­bung von einem Verstorbenen Abschied nehmen. Details erklärt Torsten Schmitt von der...

  • Bestattung Ein Grab für Mensch und Tier

    - Immer mehr Friedhöfe erlauben gemein­same Gräber für Mensch und Tier. Ab März 2020 ist dies in Hamburg möglich. Hier lesen sie die Details der neuen Bestattungs­regelung.

4 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 17.10.2013 um 10:40 Uhr
Testplanung

@hans39: Ihren Testvorschlag haben wir mit Interesse zur Kenntnis genommen und an unser für die Testplanung zuständiges Gremium, das Untersuchungswünsche unserer Leser registriert, weitergeleitet. (MK)

hans39 am 12.10.2013 um 16:43 Uhr
sind die Daten noch verwertbar?

Bei Hanys gibt es alle 4 Wochen neue Übersichten. Bei Fonds wird in jedem Heft berichtet.
Aber - bei so einem Kostenträchtigen Thema alle 5 Jahre!!!
Ich verstehe dies nicht. Leider - wie so vieles bei test!!!

e.leo am 15.04.2013 um 12:25 Uhr
Bitte erneut testen -

5 jahre sind ein zu langer Abstand.

Ingrid-Hoerner am 11.02.2013 um 15:01 Uhr
Viele Zeichen - viel Verwirrung

Die Datenquelle bei www.bestatter4u.de lässt die Bewertung aller Bestatter von Kunden zu.
Das heißt: Egal welches Gütesiegel ein Bestatter bekommt, letztlich entscheidet der Kunde ob dieser Bestatter wirklich gut ist oder nicht.
Das ist die einzige komplett unabhängige und größte Datenbank in der deutsche Bestatter gelistet sind.
Ich denke mir, dass die einzelnen Verbände, wie z. B. der Bundesverband Deutscher Bestatter, das Markenzeichen sicherlich nur an seine Mitglieder verleiht.
Wer hier nicht zahlt bekommt, egal wie gut er ist, auch sicherlich kein Gütesiegel.
Mir ist ein Bestatter ohne Siegel lieber, wenn er dafür wirklich gut ist und seine Kosten auch der Leistung entsprechen.