Besser leben im Alter Test

Zu Hause alt werden, in der Nähe der Familie und mit dem Garten hinterm Haus – vor allem aber unabhängig bleiben und anderen nicht zur Last fallen: Das wünschen sich die meisten. Unser Test zeigt, was der Staat für Pflege zahlt, was private Pflege­zusatz­versicherungen leisten – und welche Fördermittel es für den alters­gerechten Umbau der Wohnung gibt. Außerdem fassen wir die Rück­meldungen zu unserem Leser­aufruf zusammen und berichten, wie Finanztest-Leser sich aufs Alter vorbereiten.

Pflegebedarf schwer absehbar

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Interview: Recht­zeitig vorsorgen – Versicherungs­modelle im Vergleich.

Wann ein Mensch pflegebedürftig wird, ist selten vorhersehbar. Bei den meisten schwinden die Kräfte allmählich mit zunehmendem Alter, manche sind auch unver­mittelt auf andere angewiesen, zum Beispiel nach einem Unfall. Immer häufiger brauchen die Angehörigen Unterstüt­zung bei der Pflege. Anfangs genügt meist Hilfe im Haushalt. Später kommt ein Pflege­dienst hinzu oder der Umzug ins Seniorenheim steht an. Das geht ins Geld, vor allem wenn die Angehörigen selbst keine Pfle­gearbeit leisten.

Übrigens: Sie finden diesen umfang­reichen Test auch in unserem Themenpaket Versicherung und Pflege. Darin enthalten sind weitere Tests und Reports die erklären, welche Kosten die gesetzliche Pflege­versicherung deckt und wie Betroffene im Fall der Fälle an die Leistungen kommen.

Leistungen der gesetzlichen Pfle­gepflicht­versicherung

Bei Pflegebedürftig­keit zahlt die gesetzliche Pfle­gepflicht­versicherung einen Teil der Kosten. Sie über­nimmt das Pflegegeld, wenn Partner oder Kinder allein pflegen. Sie über­nimmt Pflegesach­leistungen, wenn eine Pfle­gekraft nach Hause kommt, oder Pflege­kosten fürs Heim. Ab 2017 steht den meisten Pflegebedürftigen durch ein neues Begut­achtungs­verfahren mehr Geld zu. Aus Pfle­gestufen werden dann Pfle­gegrade.

Eine Pflegelücke gibt es immer

Egal, ob Pfle­gestufen oder Pfle­gegrade: Zwischen der Leistung der gesetzlichen Pfle­gepflicht­versicherung und den tatsäch­lichen Gesamt­kosten bleibt eine Lücke – und zwar nicht nur, wenn die Pfle­gearbeit im Heim erbracht wird, sondern auch, wenn sie ausschließ­lich zu Hause durch Pfle­gekräfte geleistet wird.

Lückenfüller gesucht

Diese Lücke vor Augen, sorgen unsere Leser vor. Während die einen auf lang­fristige Wert­papiere und Immobilien setzen, wählen andere eine Pflege­zusatz­versicherung, die das finanzielle Risiko absichern soll. Fast alle haben sich für eine Pfleg­etagegeld­versicherung entschieden. Versicherer zahlen hier pro Tag der Pflegebedürftig­keit einen vereinbarten Betrag. Es gibt zwei Alternativen: die Pflege­kosten- und die Pflegerenten­versicherung. Wie hoch der Beitrag ist, hängt bei allen drei Versicherungs­arten stark vom Alter beim Abschluss ab. Wir zeigen die Angebote für alle drei Varianten, wobei wir von einem Modell­kunden ausgehen, der bei Vertrags­abschluss 55 Jahre alt ist.

Wichtige soziale Kontakte

Finanzielle Absicherung ist freilich nicht alles. Auch die allgemeine Lebens­situation und soziale Kontakte zu Familie und Freunden beein­flussen die Lebens­qualität. Das zeigen die Leser­antworten. Manche haben sich schon mit Ende 50 für einen Umzug entschieden – aus dem geräumigen Haus auf dem Dorf in eine kleinere barrierefreie Wohnung in der Stadt.

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