Bespielbare DVD Meldung

Aus Schaden wird man klug: Bei der kommenden Generation von DVD-Rekordern wollen die Hersteller den Wirrwarr vermeiden, der zurzeit noch herrscht. Jetzt konkurrieren drei unterschiedliche Systeme um die Gunst des Publikums: DVD-Ram, DVD-R/-RW und DVD+R/+RW.

Die Branchengrößen Hitachi, LG Electronics (GoldStar), Matsushita (Panasonic), Philips, Pioneer, Samsung, Sharp, Sony und Thomson verständigten sich auf die Parameter der Blue Ray Disc, kurz BRD genannt. Die neue Scheibe kann dank blauem Laser und feinerer Strukturen auf der Disk pro Seite 27 Gigabyte Daten speichern ­ aktueller Stand bei bespielbaren DVDs: 4,7 Gigabyte.

Das heißt: Statt maximal zwei Stunden Bild und Ton in akzeptabler Qualität passen auf die BRDs mehr als elf Stunden Video. Selbst mit dem deutlich anspruchsvolleren HDTV (High Definition Television, hochauflösendes Fernsehen) ­ in den USA und Japan bereits zu empfangen ­ reicht eine BRD für zwei Stunden Programm. Möglich wären auf BRD-Basis auch Spielfilme in HDTV-Qualität ­ fragt sich nur, ob die Filmindustrie daran ein Interesse hat.

Ab diesem Frühjahr vergibt die BRD-Gruppe Lizenzen, erste Produkte dürften jedoch frühestens in einem Jahr erscheinen ­ als Videorekorder wegen des HDTV-Sendebetriebs zunächst wohl in den USA und Japan. In Europa dürfte der Einsatz als Datenspeicher für Computer im Vordergrund stehen. BRDs werden konventionelle DVD-Rekorder vorerst aber nicht ablösen: Auf den bislang verkauften DVD-Spielern laufen die neuen Scheiben nämlich nicht.

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