Beschädigte Geld­scheine Diese Regeln gelten für den Umtausch

Beschädigte Geld­scheine - Diese Regeln gelten für den Umtausch
Kaputte Geld­scheine. Auch teil­weise verbrannte Scheine behalten ihren Wert. © picture alliance / dpa / Silas Stein

Ist Ihr Geld­schein zerrissen, verbrannt oder haben Sie ihn mitgewaschen? Kein Problem: Beschädigte Bank­noten bleiben gültiges Zahlungs­mittel. Das Wichtigste zum Umtausch.

Bargeld: Zerrissen, verbrannt, geflutet

Hat Ihre Katze eine Bank­note zerfetzt? Haben Sie durch Flut oder Brand viel zerstörtes Bargeld? Kein Grund zur Panik: Selbst wenn Scheine verbrannt und Münzen bis zur Unkennt­lich­keit schwarz sind, können Sie diese umtauschen. Sie brauchen dafür aber so viel wie möglich von den Resten des Bargelds. Denn Sie müssen für einen Umtausch mindestens die Hälfte des beschädigten Geldes vorlegen können. Einen Schein, der in der Mitte durch­gerissen ist, können Sie auch einfach mit Klebefilm­rolle kleben.

Kaputte Geld­scheine? So gehen Sie vor

Sind die Bank­noten schwerer beschädigt, als nur in der Mitte durch­gerissen, sammeln Sie alle Stücke des Geld­scheins oder der Münzen, die beschädigt sind, ein. Achten Sie beim Verpacken von verbrannten Bank­noten darauf, dass keine Fest­körper wie Münzen die Asche während des Trans­ports weiter zerstören. Verbrannte Scheine sollten Sie deshalb separat einpacken.

Formular für den Umtausch beschädigter Bank­noten

Laden Sie sich von der Internetseite der Bundesbank den Vordruck Erstattungsantrag für beschädigte DM/Euro-Note(n)/-Münze(n) herunter und füllen Sie ihn aus – ganz gleich, ob Sie das Geld zu einer Bank bringen oder per Post einsenden.

Umtausch bei der Bank: Zu Fuß oder per Post

Sie können mit dem kaputten Geld zu einer Bank­filiale Ihrer Wahl gehen. Sind die Mitarbeiter dort nicht bereit, Ihr Anliegen zu bearbeiten, wenden Sie sich direkt an eine Filiale der Bundes­bank. Alternativ können Sie Ihr Geld und die erste Seite des Antrags per Post an die Bundes­bank senden. Die Adresse lautet: Deutsche Bundes­bank, Hegel­straße 65, H 313, 55122 Mainz.

Tipp: Senden Sie das Geld am ­besten versichert. Erkundigen Sie sich beim Aufgeben, welche Möglich­keiten es dafür gibt.

Bearbeitungs­dauer: Maximal sechs Wochen

Bei kleinen Beträgen und offensicht­lichen Schädigungen – etwa wenn ein Schein in der Mitte durch­gerissen ist und beide Teile vorliegen – kann der Betrag bei einer Bundes­bank­filiale direkt erstattet werden. Alles andere wandert an das Nationale Analysezentrum für beschädigtes Bargeld in Mainz. Dort werden alle Anträge geprüft und bearbeitet. Meist dauert es vier bis sechs Wochen, bis das Geld auf dem angegebenen Konto gutgeschrieben ist.