So haben wir getestet

Hier finden Sie Informationen über unser Test­vorgehen (Vergleich Berufs­unfähigkeits­versicherung 2017 und Vergleich Berufs­unfähigkeits­versicherung 2018) sowie über nicht in den Vergleich einbezogene Versicherungen.

So haben wir getestet – 2017 (Policen für alle)

Im Test: Wir haben alle in Deutsch­land nieder­gelassenen Versicherer nach sämtlichen Bedingungen für Berufs­unfähigkeits­schutz gefragt und um ein Angebot für den jeweils preis­wertesten Schutz für drei Modell­kunden gebeten. Darunter sind selbst­ständige Verträge (SBU) und Zusatz­versicherungen (BUZ), die den Berufs­unfähigkeits­schutz an eine Risiko­lebens­versicherung koppeln.

Finanztest-Qualitäts­urteil

In unser Qualitäts­urteil gehen die Urteile über Versicherungs­bedingungen und Anträge ein. Wir haben ausgewählte Kriterien bewertet und je nach Bedeutung unterschiedlich gewichtet. War ein Kriterium nur in Teilen erfüllt, gab es Abzüge.

Versicherungs­bedingungen (75 %)

Ein Sehr gut oder Gut war nur möglich bei alters­unabhängigem Verzicht auf die abstrakte Verweisung.

A: Verzicht auf abstrakte Verweisung. Der Versicherer verzichtet alters­unabhängig bei Berufs­unfähigkeit darauf, den Kunden auf einen anderen Beruf zu verweisen und deshalb die Rente zu verweigern. Einige Versicherer beziehen Vorberufe in ihre Prüfung ein, wenn der Kunde diese inner­halb von 12 oder 24 Monaten vor Eintritt der Berufs­unfähigkeit gewechselt hat. Es gab Abzüge, wenn nicht nur freiwil­lige, sondern auch unfreiwil­lige Wechsel des Berufs, etwa wegen Arbeits­losig­keit oder auf ärzt­lichen Rat, einbezogen wurden.

B: Sechs-Monats-Prognose. Die Berufs­unfähigkeit wird anerkannt, wenn ein Arzt sie für „voraus­sicht­lich sechs Monate“ prognostiziert.

C: Rück­wirkende Leistung. Lässt sich nicht sofort fest­stellen, ob ein Kunde berufs­unfähig bleibt, wartet der Versicherer sechs Monate mit der Rentenzahlung. Wird weitere Berufs­unfähigkeit attestiert, zahlt er rück­wirkend ab Beginn der Berufs­unfähigkeit.

D: Rück­wirkende Leistung für mindestens drei Jahre. Meldet der Versicherte die Berufs­unfähigkeit verspätet, zahlt der Versicherer bis zu drei Jahre rück­wirkend oder auch länger.

E: Nach­versicherungs­garantie. Der Schutz kann später ohne erneute Gesund­heits- und Risiko­prüfung bei wichtigen Anlässen erhöht werden, etwa bei Heirat, Geburt, Einkommens­erhöhung, Aufnahme einer selbst­ständigen haupt­beruflichen Tätig­keit und bei Immobilien­erwerb. Darüber hinaus erlauben manche Anbieter auch eine Erhöhung ohne Anlass. Wir prüften, ob per Nach­versicherungs­garantie eine zunächst vereinbarte monatliche Berufs­unfähigkeits­rente von 1 000 Euro inner­halb von zehn Jahren auf 2 000 Euro erhöht werden kann. Ebenfalls prüften wir, ob diese Garantie auch für Verträge mit Risiko­ausschluss oder Beitrags­zuschlag gilt. Berück­sichtigt wurde, bis zu welchem Alter die Erhöhung möglich ist.

F: Garan­tierte Dynamik im Leistungs­fall. Die Berufs­unfähigkeits­rente erhöht sich um einen vereinbarten Prozent­satz. Dies kann helfen, den Wert­verlust der Rente aufzufangen.

G: Stundung bei Zahlungs­schwierig­keiten. Geprüft wurde, ob der Zeitraum pro Stundung bedingungs­gemäß mindestens zwölf Monate beträgt (ja).

Bewertet wurden zudem folgende Punkte (nicht in der Tabelle dargestellt):

Stundungs­recht bei Leistungs­prüfung. Beantragt der Versicherte die Rente, werden ihm auf Antrag die Beiträge zinslos gestundet.

Befristete Anerkennt­nisse. Für den einmaligen Fall, dass der Versicherer Leistungen befristet anerkennt, ist in Zahlen fest­gelegt, für wie lange dies möglich ist, oder – noch besser – es wird auf befristete Anerkennt­nisse verzichtet.

Verzicht auf § 19 Abs. 3 und 4 Versicherungs­vertrags­gesetz (VVG). Der Versicherer verzichtet auf das Recht, den Vertrag zu kündigen oder zu ändern, wenn der Kunde seine Anzeige­pflicht schuldlos verletzt hat.

Welt­weite Geltung. Der Schutz gilt auch, wenn der Kunde ins Ausland zieht.

Erwerbs­minderung. Wenn die gesetzliche Renten­versicherung allein aus medizi­nischen Gründen eine unbe­fristete Rente wegen voller Erwerbs­minderung anerkennt, wird dies teils alters­abhängig als Berufs­unfähigkeit gewertet.

Vorüber­gehende und dauer­hafte Unter­brechung der Berufs­tätig­keit. Der zuletzt ausgeübte Beruf zählt für die Anerkennung der Berufs­unfähigkeit, etwa bei Erziehungs­urlaub, Arbeits­losig­keit oder bei dauer­hafter Unter­brechung. Die Fristen für die Dauer der Unter­brechung können unterschiedlich sein.

Beitrags­frei­stellung bei Zahlungs­schwierig­keiten. Wir prüften den Zeitraum, bis zu dem der Vertrag ohne erneute Gesund­heits­prüfung wieder in Kraft gesetzt werden kann.

Wohn­haft im Ausland. Der Versicherer zahlt Reise- und Unter­suchungs­kosten, wenn der Kunde zur Prüfung der Berufs­unfähigkeit aus dem Ausland anreist.

Unver­zügliche Mitteilung. Der Versicherer verlangt keine unver­zügliche Mitteilung über veränderte Gesundheit und/oder die Aufnahme einer beruflichen Tätig­keit.

Anträge (25 %)

  • Der Versicherer fragt nicht, ob der Kunde schon anderswo Anträge gestellt hat, die abge­lehnt oder zu erschwerten Bedingungen angenommen wurden.
  • Verständlich und druck­tech­nisch klar ist nahe den Gesund­heits­fragen erklärt, dass falsche oder unvoll­ständige Antworten zum Verlust des Schutzes führen können (vorvertragliche Anzeige­pflicht).
  • Fragen zu stationären Kranken­haus­auf­enthalten beziehen sich nur auf die vergangenen zehn Jahre.
  • Fragen zu Arzt­besuchen, Erkrankungen, Unfällen, ambulanten Behand­lungen (auch Psyche), Operationen oder Medikamenten beziehen sich nur auf die vergangenen fünf Jahre (ohne HIV).
  • Nur nach objektiven Tatbeständen, Krankheiten, Unfällen oder Behin­derungen wird gefragt.
  • Es wird auf zeitlich unbe­grenzte Fragen nach ärzt­lich unbe­handelten Krankheiten oder Beein­trächtigungen oder geplanten oder angeratenen Behand­lungen oder Operationen verzichtet.

Jahres­beiträge für Modell­kunden

Wir nennen die Jahres­beiträge für unsere Modell­kunden, die nicht rauchen. Es gibt keine Beitrags­dynamik. Bei Tarifen, die den Schutz an eine Risiko­lebens­versicherung angehängt haben (BUZ), ist die für die gewünschte Rente vorgegebene Todes­fall­summe ausgewiesen. Der Vertrag läuft jeweils bis zum Alter von 67 Jahren mit identischer Risiko- und Leistungs­dauer. Das heißt: Bis zum Alter von 67 Jahren werden Versicherungs­schutz gewährt und Rente gezahlt.

Diplom­kaufleute (Alter 30 Jahre). Die monatliche Berufs­unfähigkeits­rente beträgt 2 000 Euro.

Industrie­mechaniker (ein Kind) und medizi­nische Fach­angestellte (Alter jeweils 25 Jahre). Die vereinbarte Monats­rente bei Berufs­unfähigkeit beträgt 1 500 Euro (Industrie­mechaniker), 1 000 Euro (medizi­nische Fach­angestellte).

Netto- und Bruttobeitrag. Das Über­schuss­system für die Preis­angaben ist die Beitrags­verrechnung: Die Renten sind garan­tiert, die Beitrags­höhe nicht. Gibt es Über­schüsse, reduzieren sie den Bruttobeitrag auf den aktuell zu zahlenden Nettobeitrag. Ohne erwirt­schaftete Über­schüsse müssen Kunden in der Regel maximal den Bruttobeitrag zahlen.

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Warum manche Tarife in der Tabelle fehlen

Für den Test 2017 fordern wir Versicherer auf, uns alle Bedingungen oder Tarif­varianten zu schi­cken. Doch die meisten liefern nur die besten. Das ist an Namen wie „Top“, „Premium“ oder „Komfort“ zu erkennen. Andere schi­cken uns sowohl ihren Top- als auch ihren Basis­tarif. Die Basis­variante ist meist güns­tiger, aber auch schlechter.

Einige Anbieter, darunter LV1871 (Golden SBU) haben zwar sehr gute Bedingungen, leider aber einen relativ schlechten Antrag: Der Versicherer fragt etwa, ob Kunden anderswo bereits abge­lehnt wurden. Psychische Erkrankungen werden zehn Jahre zurück abge­fragt. All das kann eher zur Ablehnung von Kunden führen.

Nicht alle Anbieter oder nicht alle von ihnen angebotenen Berufs­unfähigkeits­tarife sind in unserem Test vertreten. Mit 74 Angeboten bilden wir aber sehr viele davon ab. Deshalb haben wir fehlende Angebote nicht zusätzlich verdeckt erhoben. Den Smart-Tarif der Interrisk erwähnen wir nur in einer Fußnote, da wir ihn aufgrund des Ausschlusses von Gesund­heits­störungen nervöser oder psychischer Art für nicht empfehlens­wert halten. Daher weisen wir in unserer Tabelle lediglich 73 Tarife aus.

Ohne Begründung fehlen die Angebote folgender Versicherer: Concordia oeco, Inter, Helvetia, IptiQ, Itzehoer, LVM, Meck­lenburgische, Münchener Verein, Neue Leben, Targo, ÖSA.Stan­dard Life bietet seinen Berufs­unfähigkeits­schutz nur als Zusatz zu Spar­produkten an. Saar­land über­arbeitet seine Tarife. SV-Sachsen lehnt eine Teil­nahme aus für uns nicht nach­voll­zieh­baren Gründen ab.

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So haben wir getestet – 2018 (Policen für junge Leute)

Im Test

Wir haben alle in Deutsch­land nieder­gelassenen Versicherer nach Berufs­unfähigkeits­schutz für unsere Modell­kunden (Modelle siehe Monats­beiträge) gefragt. Die Versicherer sollten bei besten Bedingungen das preis­werteste Angebot einreichen.

In allen Angeboten wird die Rente gezahlt, wenn der Versicherte aufgrund von Krankheit, Unfall oder Kräfte­verfall

  • entweder als Auszubildender oder Studierender den angestrebten Beruf nicht mehr ausüben kann – und nicht erst bei Erwerbs­unfähigkeit, wenn er gar nicht mehr arbeiten kann
  • oder später als Berufs­tätiger den zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kann.

Die Tabelle enthält zwölf Tarife, die unseren Kriterien entsprechen. Alle Angebote enthalten eine Nach­versicherungs­garantie.

Versicherungs­art

Unter den Angeboten sind selbst­ständige Verträge (SBU) und Zusatz­versicherungen (BUZ), die den Berufs­unfähigkeits­schutz an eine Risiko­lebens­versicherung koppeln. Dann wird bei Tod des Kunden während der Vertrags­lauf­zeit die vereinbarte Todes­fall­summe an die im Versicherungs­schein genannte Person gezahlt.

Berufs­bezug trans­parent

Wir wollten wissen, anhand welcher Maßstäbe Versicherer fest­stellen, ob Auszubildende und Studierende berufs­unfähig sind. Laut Gesetz ist Anknüpfungs­punkt für die Fest­stellung einer Berufs­unfähigkeit der „zuletzt ausgeübte Beruf“, den dieser Personen­kreis noch nicht ausübt. Was gilt also?

Unser Maßstab ist die Recht­sprechung. Es gibt ein höchst­richterliches Urteil vom Bundes­gerichts­hof (BGH, Az. IV ZR 119/09). In dem Urteil klärten die Richter einen Streitfall über die Berufs­unfähigkeit einer Auszubildenden. Sie legten als Prüfmaß­stab den angestrebten Ausbildungs­beruf zu Grunde und trafen keine Unterscheidung zwischen der Ausbildungs- und der späteren Ausübungs­phase. Aus unserer Sicht ist das Urteil auch auf Studierende anzu­wenden. Es gibt keinen Grund, warum ein Versicherer Studierenden nicht den gleichen Schutz gewähren sollte wie Auszubildenden, nämlich den Schutz vor dem Verlust des angestrebten Berufs­ziels.

Wir nennen in der Tabelle Versicherer, die folgende Voraus­setzungen erfüllen:

Sie haben in ihren Bedingungen keine Extra­regelung für Auszubildende und Studierende. In einem Streitfall gilt die BGH-Recht­sprechung oder sie folgen in ihren Bedingungen mindestens der BGH-Recht­sprechung und formulieren einen klaren Berufs­bezug für Auszubildende und Studierende. Hat ein Versicherer eine solche Regelung, haben wir dies aus Trans­parenz­gründen besser gewichtet, als wenn er keine Regelung hat. Für Verbraucher ist es vorteilhaft, wenn sie nach­lesen können, was im Ernst­fall gilt.

Und sie bieten für weitere wichtige Kriterien sehr guten Schutz (siehe Tabelle: Sehr guter Berufs­unfähigkeits­schutz für Auszubildende und Studierende - Finanztest-Qualitäts­urteil).

Welche Formulierung in den Bedingungen für Auszubildende und Studierende ideal ist, ist unter Experten umstritten. Teil­weise wird die Auffassung vertreten, es sei vorteilhaft, wenn der Versicherer auf die Ausbildungs- und Studier­fähig­keit abstellt. Dann ist bei einer Leistungs­fall­prüfung die gegen­wärtige Tätig­keit von Auszubildenden und Studierenden der Prüfmaß­stab. Hierbei ist nach­teilig, dass die Schwelle, ab der jemand als berufs­unfähig gilt, höher ist, als wenn Ausbildungs- und Zielberuf als Prüfmaß­stab gelten. Beispiel: Ein Studierender, der invalide ist, kann vielleicht auch über­wiegend von zu Hause aus sein Studium betreiben, jedoch bei gleichem Invaliditäts­grad nicht im Zielberuf arbeiten.

Finanztest-Qualitäts­urteil

In unser Qualitäts­urteil gehen die Urteile über Versicherungs­bedingungen und Anträge ein. Wir haben ausgewählte Kriterien bewertet und je nach Bedeutung unterschiedlich gewichtet. War ein Kriterium nur in Teilen erfüllt, gab es Abzüge.

Versicherungs­bedingungen (75 %)

Ein Sehr gut oder Gut war nur möglich bei alters­unabhängigem Verzicht auf die abstrakte Verweisung.

Verzicht auf abstrakte Verweisung. Der Versicherer verzichtet alters­unabhängig bei Berufs­unfähigkeit darauf, den Kunden auf einen anderen Beruf zu verweisen und deshalb die Rente zu verweigern. Einige Versicherer beziehen Vorberufe in ihre Prüfung ein, wenn der Kunde diese inner­halb von 12 oder 24 Monaten vor Eintritt der Berufs­unfähigkeit gewechselt hat. Es gab Abzüge, wenn nicht nur freiwil­lige, sondern auch unfreiwil­lige Wechsel des Berufs, etwa wegen ­Arbeits­losig­keit oder auf ärzt­lichen Rat, einbezogen wurden.

Sechs-Monats-Prognose. Die Berufs­unfähigkeit wird anerkannt, wenn ?ein Arzt sie für „voraus­sicht­lich sechs Monate“ prognostiziert.

Rück­wirkende Leistung. Lässt sich nicht sofort fest­stellen, ob ein Kunde berufs­unfähig bleibt, wartet der Versicherer sechs Monate mit der Rentenzahlung. Wird weitere Berufs­unfähigkeit attestiert, zahlt er rück­wirkend ab Beginn der ­Berufs­unfähigkeit.

Rück­wirkende Leistung für mindestens drei Jahre. Meldet der Versicherte die Berufs­unfähigkeit verspätet, zahlt der Versicherer bis zu drei Jahre rück­wirkend oder auch länger.

Nach­versicherungs­garantie. Der Schutz kann später ohne erneute Gesund­heits- und Risiko­prüfung bei wichtigen Anlässen erhöht werden, etwa bei Heirat, Geburt, Einkommens­erhöhung, Aufnahme einer selbst­ständigen haupt­beruflichen Tätig­keit, Immobilien­erwerb, die Aufnahme einer beruflichen Tätig­keit nach einem akademischen Abschluss, der Auszug aus der elterlichen Wohnung, eine akademische Weiterqualifizierung (zum Beispiel Master, Fach­arzt). Darüber hinaus erlauben manche Anbieter auch eine Erhöhung ohne Anlass. Wir prüften, ob per Nach­versicherungs­garantie eine zunächst vereinbarte monatliche Berufs­unfähigkeits­rente von 1 000 Euro inner­halb von zehn Jahren auf 2 000 Euro erhöht werden kann. Ebenfalls prüften wir, ob diese Garantie auch für Verträge mit Risiko­ausschluss oder Beitrags­zuschlag gilt. Berück­sichtigt wurde, bis zu welchem Alter die Erhöhung möglich ist.

Garan­tierte Dynamik im Leistungs­fall. Die Berufs­unfähigkeits­rente erhöht sich um einen vereinbarten Prozent­satz. Dies kann helfen, den Wert­verlust der Rente aufzufangen.

Stundung bei Zahlungs­schwierig­keiten. Geprüft wurde, ob der Zeitraum pro Stundung bedingungs­gemäß mindestens zwölf Monate beträgt.

Stundungs­recht bei Leistungs­prüfung. Beantragt der Versicherte die Rente, werden ihm auf Antrag die Beiträge zinslos gestundet.

Befristete Anerkennt­nisse. Für den einmaligen Fall, dass der Versicherer Leistungen befristet anerkennt, ist in Zahlen fest­gelegt, für wie lange dies möglich ist, oder – noch besser – es wird auf befristete Anerkennt­nisse verzichtet.

Verzicht auf § 19 Abs. 3 und 4 Versicherungs­vertrags­gesetz (VVG). Der Versicherer verzichtet auf das Recht, den Vertrag zu kündigen oder zu ändern, wenn der Kunde seine Anzeige­pflicht schuldlos verletzt hat.

Welt­weite Geltung. Der Schutz gilt auch, wenn der Kunde ins Ausland zieht.

Erwerbs­minderung. Wenn die gesetzliche Renten­versicherung allein aus medizi­nischen Gründen eine unbe­fristete Rente wegen voller Erwerbs­minderung anerkennt, wird dies teils alters­abhängig als Berufs­unfähigkeit gewertet.

Vorüber­gehende und dauer­hafte Unter­brechung der Berufs­tätig­keit. Der zuletzt ausgeübte Beruf zählt für die ­Anerkennung der Berufs­unfähigkeit, etwa bei Erziehungs­urlaub, Arbeits­losig­keit oder bei dauer­hafter Unter­brechung. Die Fristen für die Dauer der Unter­brechung können unterschiedlich sein.

Beitrags­frei­stellung bei Zahlungs­schwierig­keiten. Wir prüften den ­Zeitraum, bis zu dem der Vertrag ohne erneute Gesund­heits­prüfung wieder in Kraft gesetzt werden kann.

Wohn­haft im Ausland. Der Versicherer zahlt Reise- und Unter­suchungs­kosten, wenn der Kunde zur Prüfung der Berufs­unfähigkeit aus dem Ausland anreist.

Unver­zügliche Mitteilung. Der Versicherer verlangt keine unver­zügliche Mitteilung über veränderte Gesundheit und/oder die Aufnahme einer beruflichen Tätig­keit.

Anträge (25 %)

Der Versicherer fragt nicht, ob der Kunde schon anderswo Anträge gestellt hat, die abge­lehnt oder zu erschwerten Bedingungen angenommen wurden.

Verständlich und druck­tech­nisch klar ist nahe den Gesund­heits­fragen erklärt, dass falsche oder unvoll­ständige Antworten zum Verlust des Schutzes führen können (vorvertragliche Anzeige­pflicht).

Fragen zu stationären Kranken­haus­auf­enthalten beziehen sich nur auf die vergangenen zehn Jahre.

Fragen zu Arzt­besuchen, Erkrankungen, Unfällen, ambulanten Behand­lungen (auch Psyche), Operationen oder Medikamenten beziehen sich nur auf die vergangenen fünf Jahre (ohne HIV).

Nur nach objektiven Tatbeständen, Krankheiten, Unfällen oder Behin­derungen wird gefragt.

Es wird auf zeitlich unbe­grenzte Fragen nach ärzt­lich unbe­handelten Krankheiten oder Beein­trächtigungen oder geplanten oder angeratenen Behand­lungen oder Operationen verzichtet.

Abschluss

Der Tarif steht Kunden ab dem genannten Lebens­alter offen.

Maximale Monats­rente

Ausgewiesen sind die maximalen Monats­renten, die Auszubildende und Studierende abschließen können.

Monats­beiträge

Wir nennen die Beiträge für Kunden, die nicht rauchen und unseren zwei Modellen entsprechen: Auszubildende für den Beruf Einzel­handels­kaufmann (3. Lehr­jahr, Alter 18 Jahre) und Studenten der Betriebs­wirt­schaft (3. Semester, Alter 20 Jahre). Der Vertrag läuft bis zum 67. Geburts­tag. Vereinbart ist eine Berufs­unfähigkeits­rente von 1 000 Euro im Monat.

Netto- und Bruttobeitrag

Das Über­schuss­system für die Preis­angaben ist die Beitrags­verrechnung: Die Monats­rente von 1 000 Euro ist garan­tiert, die Beitrags­höhe nicht. Sie kann sich durch Über­schüsse ändern, die ein Versicherer erzielt. Gibt es Über­schüsse, reduzieren sie den Bruttobeitrag auf den aktuell zu zahlenden Nettobeitrag. Ohne Über­schüsse zahlen Kunden in der Regel maximal den Bruttobeitrag.

Leistungs­dynamik

Möglich ist, eine garan­tierte Leistungs­dynamik gegen Mehr­beitrag zu vereinbaren. Dann erhöht sich die Berufs­unfähigkeits­rente im Leistungs­fall regel­mäßig um einen vereinbarten Prozent­satz. Die Vereinbarung können Kunden meist wieder aufkündigen.

Starter­police möglich

Zusätzlich zum Normal­tarif bietet der Versicherer zu gleichen Bedingungen Tarif­varianten mit anfangs nied­rigeren Beiträgen, die später stark ansteigen können, sogenannte Starter- oder Einsteiger­tarife.

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TestBerufs­unfähigkeits­versicherungStand der Daten: 01.06.2017
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