So haben wir getestet

Hier finden Sie Informationen über unser Test­vorgehen (Vergleich Berufs­unfähigkeits­versicherung 2019 und Vergleich Berufs­unfähigkeits­versicherung für junge Leute 2018) sowie über nicht in den Vergleich einbezogene Versicherungen.

So haben wir getestet

Im Test: Wir haben alle in Deutsch­land nieder­gelassenen Versicherer nach ihren Bedingungen für Berufs­unfähigkeits­schutz gefragt und um ein Angebot für den preis­wertesten Schutz für drei Modell­kunden gebeten. Darunter sind selbst­ständige Verträge (SBU) und Zusatz­versicherungen (BUZ), die den Berufs­unfähigkeits­schutz an eine Risiko­lebens­versicherung koppeln.

Finanztest-Qualitäts­urteil

In unser Qualitäts­urteil gehen die Urteile über Versicherungs­bedingungen und Anträge ein. Wir haben ausgewählte Kriterien bewertet und je nach Bedeutung gewichtet. War ein Kriterium nur in Teilen erfüllt, gab es Abzüge.

Versicherungs­bedingungen (75 %)

Ein Sehr gut oder Gut war nur möglich bei alters­unabhängigem Verzicht auf die abstrakte Verweisung.

A: Verzicht auf abstrakte Verweisung. Der Versicherer verzichtet alters­unabhängig bei Berufs­unfähigkeit darauf, den Kunden auf einen anderen Beruf zu verweisen und deswegen die Rente zu verweigern. Einige Versicherer beziehen Vorberufe in ihre Prüfung ein, wenn der Kunde den Beruf binnen 12 oder 24 Monaten vor Eintritt der Berufs­unfähigkeit gewechselt hat. Es gab Abzüge, wenn nicht nur freiwil­lige, sondern auch unfreiwil­lige Wechsel des Berufs, etwa wegen Arbeits­losig­keit oder auf ärzt­lichen Rat, einbezogen wurden.

B: Sechs-Monats-Prognose. Die Berufs­unfähigkeit wird anerkannt, wenn ein Arzt sie für „voraus­sicht­lich sechs Monate“ prognostiziert.

C: Rück­wirkende Leistung. Lässt sich nicht sofort fest­stellen, ob ein Kunde berufs­unfähig bleibt, wartet der Versicherer sechs Monate mit der Rentenzahlung. Liegt weiter Berufs­unfähigkeit vor, zahlt er rück­wirkend ab Beginn.

D: Rück­wirkende Leistung für mindestens drei Jahre. Meldet der Versicherte die Berufs­unfähigkeit verspätet, zahlt der Versicherer bis zu drei Jahre rück­wirkend oder auch länger.

E: Nach­versicherungs­garantie. Der Schutz kann später ohne erneute Gesund­heits- und/oder Risiko­prüfung bei Anlässen erhöht werden, etwa bei Heirat, Geburt, Einkommens­erhöhung, Aufnahme einer selbst­ständigen haupt­beruflichen Tätig­keit und bei Immobilien­erwerb. Auch erlauben manche eine Erhöhung ohne Anlass. Wir prüften, ob per Nach­versicherung eine vereinbarte monatliche Rente von 1 000 Euro inner­halb von zehn Jahren auf 2 000 Euro erhöht werden kann. Ebenfalls prüften wir, ob diese Garantie auch für Verträge mit Risiko­ausschluss oder Beitrags­zuschlag gilt. Berück­sichtigt wurde, bis zu welchem Alter die Erhöhung möglich ist. Wir prüften auch, ob eine Vertrags­verlängerung bei Anhebung der Regel­alters­zeit möglich ist (siehe „V“).

F: Garan­tierte Dynamik im Leistungs­fall. Die Rente erhöht sich regel­mäßig um den vereinbarten Prozent­satz.

G: Stundung bei Zahlungs­schwierig­keiten. Der Zeitraum pro Stundung sollte anlass­unabhängig mindestens zwölf Monate betragen. Eine Stundung sollte mehr­mals möglich sein.

Bewertet wurden zudem folgende Punkte (nicht in der Tabelle dargestellt):

Stundungs­recht bei Leistungs­prüfung. Die Beiträge werden auf Antrag zinslos gestundet.

Befristete Anerkennt­nisse. Wenn der Versicherer Leistungen einmalig befristet anerkennt, ist fest­gelegt, wie lange dies möglich ist, oder er verzichtet sogar auf eine Befristung.

Verzicht auf § 19 Abs. 3 und 4 Versicherungs­vertrags­gesetz (VVG). Der Versicherer verzichtet auf das Recht, den Vertrag zu kündigen oder zu ändern, wenn der Kunde seine Anzeige­pflicht schuldlos verletzt hat.

Welt­weite Geltung. Der Schutz gilt auch, wenn der Kunde ins Ausland zieht.

Erwerbs­minderung. Erkennt die gesetzliche Renten­versicherung allein aus medizi­nischen Gründen eine unbe­fristete Rente wegen voller Erwerbs­minderung an, wird dies – teils alters­abhängig – als Berufs­unfähigkeit gewertet.

Vorüber­gehende und dauer­hafte Unter­brechung der Berufs­tätig­keit. Der zuletzt ausgeübte Beruf zählt für die Anerkennung der Berufs­unfähigkeit, etwa bei Erziehungs­urlaub, Arbeits­losig­keit oder dauer­hafter Unter­brechung. Die Fristen für die Dauer der Unter­brechung können unterschiedlich sein.

Beitrags­frei­stellung bei Zahlungs­schwierig­keiten. Wir prüften den Zeitraum, bis zu dem der Vertrag ohne erneute Gesund­heits­prüfung wieder in Kraft gesetzt werden kann.

Wohn­haft im Ausland. Der Versicherer zahlt Reise- und Unter­suchungs­kosten, wenn der Kunde zur Prüfung der Berufs­unfähigkeit aus dem Ausland anreist.

Unver­zügliche Mitteilung. Der Versicherer verlangt keine unver­zügliche Mitteilung über veränderte Gesundheit und/oder die Aufnahme einer Berufs­tätig­keit.

Anträge (25 %)

  • Der Versicherer fragt nicht nach Ergeb­nissen anderswo gestellter Anträge.
  • Verständlich ist nahe den Gesund­heits­fragen erklärt, dass falsche oder unvoll­ständige Antworten zum Verlust des Schutzes führen können (vorvertragliche Anzeige­pflicht).
  • Fragen zu stationären Kranken­haus­auf­enthalten beziehen sich nur auf die vergangenen zehn Jahre.
  • Fragen zu Arzt­besuchen, Erkrankungen, Unfällen, ambulanten Behand­lungen (auch Psyche) oder ambulanten Operationen oder Medikamenten nur auf fünf Jahre (ohne HIV).
  • Nur nach objektiven Tatbeständen, Krankheiten, Unfällen oder Behin­derungen wird gefragt.
  • Es wird auf zeitlich unbe­grenzte Fragen nach ärzt­lich unbe­handelten Krankheiten oder Beein­trächtigungen oder geplanten oder angeratenen Behand­lungen oder Operationen verzichtet.

Jahres­beiträge für Modell­kunden

Wir nennen Beiträge für Modell­kunden, die nicht rauchen. Es gibt keine Beitrags­dynamik. Ist der Schutz an eine Risiko­lebens­versicherung gekoppelt (BUZ), ist die für die gewünschte Rente vorgegebene Todes­fall­summe ausgewiesen. Der Vertrag läuft bis zum 67. Geburts­tag.

Monatliche Berufs­unfähigkeits­rente

Controller (w/m/d), Alter 30 Jahre: 2 000 Euro. Industrie­mechaniker (w/m/d), Alter 25 Jahre, ein Kind: 1 500 Euro. Arzt­helfer (w/m/d), 25 Jahre: 1 000 Euro.

Zahlbeitrag (Netto) und Tarifbeitrag (Brutto). Das Über­schuss­system für die Preis­angaben ist die Beitrags­verrechnung.

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Warum manche Tarife in der Tabelle fehlen

Für den Test fordern wir Versicherer auf, uns ihre Bedingungen für Berufs­unfähigkeits­schutz für unsere drei Modell­kunden zu schi­cken. Obwohl die Versicherer häufig unterschiedliche Bedingungs­qualitäten von „Top“, „Premium“, „Prestige“ bis „Basis“ oder „Stan­dard“ anbieten, schi­cken sie uns über­wiegend ihre besten Bedingungen zu. Die Basis­variante ist meist güns­tiger, aber auch leistungs­schwächer. So bietet im Test zum Beispiel die Bayerische vier unterschiedliche Bedingungs­qualitäten an.

Darüber hinaus gibt es unzäh­lige Tarif­varianten eines Versicherers. Ein Tarif enthält dann beispiels­weise zusätzlich einen Pflege­baustein, ist mit Beitrags­rück­gewähr oder an einen Fonds­sparplan gekoppelt. Trotz der zahlreichen Varianten ist das Bedingungs­werk für den Berufs­unfähigkeits­schutz in der Regel das gleiche. Finanztest testet nur die Tarif­variante, die unserer Modell­vorgabe entspricht.

Versicherer verweigern Teil­nahme

Manche Versicherer verweigern die Teil­nahme und senden uns keine Versicherungs­bedingungen zu. Ohne Begründung fehlen die Angebote folgender Versicherer: Concordia Oeco, DEVK, Ergo, Helvetia, Inter, Iptiq, Itzehoer, LVM, Meck­lenburgische, PB, Saar­land, Stan­dard Life, Targo, Öffent­liche Berlin Brandenburg, ÖSA, Versicherungs­kammer Bayern.

Ablehnung mit Grund

Andere Versicherer nennen uns einen Grund für ihre Nicht­teil­nahme, etwa, dass das Neugeschäft einge­stellt werde, wie bei Generali. Andere stellen gerade Tarife um, etwa Credit Life und Iduna. Oder sie bieten Schutz nur für spezielle Berufe wie die Deutsche Ärzte­versicherung. Neue Leben bietet keinen eigenen Tarif mehr an.

Test­kriterien nicht erfüllt

Manche Angebote nennen wir nicht, weil sie nicht unseren Test­kriterien entsprechen:

  • Angebote von Maklern. Wir prüfen keine Spezial­tarife, die ausschließ­lich Versicherungs­makler anbieten.
  • Ausschluss psychischer Erkrankung. Es gibt Tarife, die einen Ausschluss von Gesund­heits­störungen nervöser oder psychischer Art enthalten. Dann leistet der Versicherer nicht, wenn jemand etwa aufgrund einer Depression, Angst­störung oder Erschöpfungs­syndrom berufs­unfähig wird.
  • Die Statistik zeigt, dass psychische Erkrankungen und Nerven­erkrankungen die häufigste Ursache für den vorzeitigen Jobausstieg sind. Auch bestimmte Diagnosen, etwa Krebs oder Rückenleiden, können dazu führen, dass der Versicherer nicht leistet – und zwar dann, wenn psychische Erkrankungen als mitursächlich diagnostiziert werden. Tarife mit solch einer Ausschluss­klausel empfehlen wir nicht.
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So haben wir getestet – 2018 (Policen für junge Leute)

Im Test

Wir haben alle in Deutsch­land nieder­gelassenen Versicherer nach Berufs­unfähigkeits­schutz für unsere Modell­kunden (Modelle siehe Monats­beiträge) gefragt. Die Versicherer sollten bei besten Bedingungen das preis­werteste Angebot einreichen.

In allen Angeboten wird die Rente gezahlt, wenn der Versicherte aufgrund von Krankheit, Unfall oder Kräfte­verfall

  • entweder als Auszubildender oder Studierender den angestrebten Beruf nicht mehr ausüben kann – und nicht erst bei Erwerbs­unfähigkeit, wenn er gar nicht mehr arbeiten kann
  • oder später als Berufs­tätiger den zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kann.

Die Tabelle enthält zwölf Tarife, die unseren Kriterien entsprechen. Alle Angebote enthalten eine Nach­versicherungs­garantie.

Versicherungs­art

Unter den Angeboten sind selbst­ständige Verträge (SBU) und Zusatz­versicherungen (BUZ), die den Berufs­unfähigkeits­schutz an eine Risiko­lebens­versicherung koppeln. Dann wird bei Tod des Kunden während der Vertrags­lauf­zeit die vereinbarte Todes­fall­summe an die im Versicherungs­schein genannte Person gezahlt.

Berufs­bezug trans­parent

Wir wollten wissen, anhand welcher Maßstäbe Versicherer fest­stellen, ob Auszubildende und Studierende berufs­unfähig sind. Laut Gesetz ist Anknüpfungs­punkt für die Fest­stellung einer Berufs­unfähigkeit der „zuletzt ausgeübte Beruf“, den dieser Personen­kreis noch nicht ausübt. Was gilt also?

Unser Maßstab ist die Recht­sprechung. Es gibt ein höchst­richterliches Urteil vom Bundes­gerichts­hof (BGH, Az. IV ZR 119/09). In dem Urteil klärten die Richter einen Streitfall über die Berufs­unfähigkeit einer Auszubildenden. Sie legten als Prüfmaß­stab den angestrebten Ausbildungs­beruf zu Grunde und trafen keine Unterscheidung zwischen der Ausbildungs- und der späteren Ausübungs­phase. Aus unserer Sicht ist das Urteil auch auf Studierende anzu­wenden. Es gibt keinen Grund, warum ein Versicherer Studierenden nicht den gleichen Schutz gewähren sollte wie Auszubildenden, nämlich den Schutz vor dem Verlust des angestrebten Berufs­ziels.

Wir nennen in der Tabelle Versicherer, die folgende Voraus­setzungen erfüllen:

Sie haben in ihren Bedingungen keine Extra­regelung für Auszubildende und Studierende. In einem Streitfall gilt die BGH-Recht­sprechung oder sie folgen in ihren Bedingungen mindestens der BGH-Recht­sprechung und formulieren einen klaren Berufs­bezug für Auszubildende und Studierende. Hat ein Versicherer eine solche Regelung, haben wir dies aus Trans­parenz­gründen besser gewichtet, als wenn er keine Regelung hat. Für Verbraucher ist es vorteilhaft, wenn sie nach­lesen können, was im Ernst­fall gilt.

Und sie bieten für weitere wichtige Kriterien sehr guten Schutz (siehe Tabelle: Sehr guter Berufs­unfähigkeits­schutz für Auszubildende und Studierende - Finanztest-Qualitäts­urteil).

Welche Formulierung in den Bedingungen für Auszubildende und Studierende ideal ist, ist unter Experten umstritten. Teil­weise wird die Auffassung vertreten, es sei vorteilhaft, wenn der Versicherer auf die Ausbildungs- und Studier­fähig­keit abstellt. Dann ist bei einer Leistungs­fall­prüfung die gegen­wärtige Tätig­keit von Auszubildenden und Studierenden der Prüfmaß­stab. Hierbei ist nach­teilig, dass die Schwelle, ab der jemand als berufs­unfähig gilt, höher ist, als wenn Ausbildungs- und Zielberuf als Prüfmaß­stab gelten. Beispiel: Ein Studierender, der invalide ist, kann vielleicht auch über­wiegend von zu Hause aus sein Studium betreiben, jedoch bei gleichem Invaliditäts­grad nicht im Zielberuf arbeiten.

Finanztest-Qualitäts­urteil

In unser Qualitäts­urteil gehen die Urteile über Versicherungs­bedingungen und Anträge ein. Wir haben ausgewählte Kriterien bewertet und je nach Bedeutung unterschiedlich gewichtet. War ein Kriterium nur in Teilen erfüllt, gab es Abzüge.

Versicherungs­bedingungen (75 %)

Ein Sehr gut oder Gut war nur möglich bei alters­unabhängigem Verzicht auf die abstrakte Verweisung.

Verzicht auf abstrakte Verweisung. Der Versicherer verzichtet alters­unabhängig bei Berufs­unfähigkeit darauf, den Kunden auf einen anderen Beruf zu verweisen und deshalb die Rente zu verweigern. Einige Versicherer beziehen Vorberufe in ihre Prüfung ein, wenn der Kunde diese inner­halb von 12 oder 24 Monaten vor Eintritt der Berufs­unfähigkeit gewechselt hat. Es gab Abzüge, wenn nicht nur freiwil­lige, sondern auch unfreiwil­lige Wechsel des Berufs, etwa wegen ­Arbeits­losig­keit oder auf ärzt­lichen Rat, einbezogen wurden.

Sechs-Monats-Prognose. Die Berufs­unfähigkeit wird anerkannt, wenn ein Arzt sie für „voraus­sicht­lich sechs Monate“ prognostiziert.

Rück­wirkende Leistung. Lässt sich nicht sofort fest­stellen, ob ein Kunde berufs­unfähig bleibt, wartet der Versicherer sechs Monate mit der Rentenzahlung. Wird weitere Berufs­unfähigkeit attestiert, zahlt er rück­wirkend ab Beginn der ­Berufs­unfähigkeit.

Rück­wirkende Leistung für mindestens drei Jahre. Meldet der Versicherte die Berufs­unfähigkeit verspätet, zahlt der Versicherer bis zu drei Jahre rück­wirkend oder auch länger.

Nach­versicherungs­garantie. Der Schutz kann später ohne erneute Gesund­heits- und Risiko­prüfung bei wichtigen Anlässen erhöht werden, etwa bei Heirat, Geburt, Einkommens­erhöhung, Aufnahme einer selbst­ständigen haupt­beruflichen Tätig­keit, Immobilien­erwerb, die Aufnahme einer beruflichen Tätig­keit nach einem akademischen Abschluss, der Auszug aus der elterlichen Wohnung, eine akademische Weiterqualifizierung (zum Beispiel Master, Fach­arzt). Darüber hinaus erlauben manche Anbieter auch eine Erhöhung ohne Anlass. Wir prüften, ob per Nach­versicherungs­garantie eine zunächst vereinbarte monatliche Berufs­unfähigkeits­rente von 1 000 Euro inner­halb von zehn Jahren auf 2 000 Euro erhöht werden kann. Ebenfalls prüften wir, ob diese Garantie auch für Verträge mit Risiko­ausschluss oder Beitrags­zuschlag gilt. Berück­sichtigt wurde, bis zu welchem Alter die Erhöhung möglich ist.

Garan­tierte Dynamik im Leistungs­fall. Die Berufs­unfähigkeits­rente erhöht sich um einen vereinbarten Prozent­satz. Dies kann helfen, den Wert­verlust der Rente aufzufangen.

Stundung bei Zahlungs­schwierig­keiten. Geprüft wurde, ob der Zeitraum pro Stundung bedingungs­gemäß mindestens zwölf Monate beträgt.

Stundungs­recht bei Leistungs­prüfung. Beantragt der Versicherte die Rente, werden ihm auf Antrag die Beiträge zinslos gestundet.

Befristete Anerkennt­nisse. Für den einmaligen Fall, dass der Versicherer Leistungen befristet anerkennt, ist in Zahlen fest­gelegt, für wie lange dies möglich ist, oder – noch besser – es wird auf befristete Anerkennt­nisse verzichtet.

Verzicht auf § 19 Abs. 3 und 4 Versicherungs­vertrags­gesetz (VVG). Der Versicherer verzichtet auf das Recht, den Vertrag zu kündigen oder zu ändern, wenn der Kunde seine Anzeige­pflicht schuldlos verletzt hat.

Welt­weite Geltung. Der Schutz gilt auch, wenn der Kunde ins Ausland zieht.

Erwerbs­minderung. Wenn die gesetzliche Renten­versicherung allein aus medizi­nischen Gründen eine unbe­fristete Rente wegen voller Erwerbs­minderung anerkennt, wird dies teils alters­abhängig als Berufs­unfähigkeit gewertet.

Vorüber­gehende und dauer­hafte Unter­brechung der Berufs­tätig­keit. Der zuletzt ausgeübte Beruf zählt für die ­Anerkennung der Berufs­unfähigkeit, etwa bei Erziehungs­urlaub, Arbeits­losig­keit oder bei dauer­hafter Unter­brechung. Die Fristen für die Dauer der Unter­brechung können unterschiedlich sein.

Beitrags­frei­stellung bei Zahlungs­schwierig­keiten. Wir prüften den ­Zeitraum, bis zu dem der Vertrag ohne erneute Gesund­heits­prüfung wieder in Kraft gesetzt werden kann.

Wohn­haft im Ausland. Der Versicherer zahlt Reise- und Unter­suchungs­kosten, wenn der Kunde zur Prüfung der Berufs­unfähigkeit aus dem Ausland anreist.

Unver­zügliche Mitteilung. Der Versicherer verlangt keine unver­zügliche Mitteilung über veränderte Gesundheit und/oder die Aufnahme einer beruflichen Tätig­keit.

Anträge (25 %)

Der Versicherer fragt nicht, ob der Kunde schon anderswo Anträge gestellt hat, die abge­lehnt oder zu erschwerten Bedingungen angenommen wurden.

Verständlich und druck­tech­nisch klar ist nahe den Gesund­heits­fragen erklärt, dass falsche oder unvoll­ständige Antworten zum Verlust des Schutzes führen können (vorvertragliche Anzeige­pflicht).

Fragen zu stationären Kranken­haus­auf­enthalten beziehen sich nur auf die vergangenen zehn Jahre.

Fragen zu Arzt­besuchen, Erkrankungen, Unfällen, ambulanten Behand­lungen (auch Psyche), Operationen oder Medikamenten beziehen sich nur auf die vergangenen fünf Jahre (ohne HIV).

Nur nach objektiven Tatbeständen, Krankheiten, Unfällen oder Behin­derungen wird gefragt.

Es wird auf zeitlich unbe­grenzte Fragen nach ärzt­lich unbe­handelten Krankheiten oder Beein­trächtigungen oder geplanten oder angeratenen Behand­lungen oder Operationen verzichtet.

Abschluss

Der Tarif steht Kunden ab dem genannten Lebens­alter offen.

Maximale Monats­rente

Ausgewiesen sind die maximalen Monats­renten, die Auszubildende und Studierende abschließen können.

Monats­beiträge

Wir nennen die Beiträge für Kunden, die nicht rauchen und unseren zwei Modellen entsprechen: Auszubildende für den Beruf Einzel­handels­kaufmann (3. Lehr­jahr, Alter 18 Jahre) und Studenten der Betriebs­wirt­schaft (3. Semester, Alter 20 Jahre). Der Vertrag läuft bis zum 67. Geburts­tag. Vereinbart ist eine Berufs­unfähigkeits­rente von 1 000 Euro im Monat.

Netto- und Bruttobeitrag

Das Über­schuss­system für die Preis­angaben ist die Beitrags­verrechnung: Die Monats­rente von 1 000 Euro ist garan­tiert, die Beitrags­höhe nicht. Sie kann sich durch Über­schüsse ändern, die ein Versicherer erzielt. Gibt es Über­schüsse, reduzieren sie den Bruttobeitrag auf den aktuell zu zahlenden Nettobeitrag. Ohne Über­schüsse zahlen Kunden in der Regel maximal den Bruttobeitrag.

Leistungs­dynamik

Möglich ist, eine garan­tierte Leistungs­dynamik gegen Mehr­beitrag zu vereinbaren. Dann erhöht sich die Berufs­unfähigkeits­rente im Leistungs­fall regel­mäßig um einen vereinbarten Prozent­satz. Die Vereinbarung können Kunden meist wieder aufkündigen.

Starter­police möglich

Zusätzlich zum Normal­tarif bietet der Versicherer zu gleichen Bedingungen Tarif­varianten mit anfangs nied­rigeren Beiträgen, die später stark ansteigen können, sogenannte Starter- oder Einsteiger­tarife.

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TestBerufs­unfähigkeits­versicherungStand der Daten: 01.06.2019
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