Berufs­unfähigkeits­versicherung Meldung

Wer mit gefähr­lichen Substanzen hantiert, braucht passenden Schutz. Und eine gute Berufs­unfähigkeits­versicherung.

Haben Sie bereits eine Berufs­unfähigkeits­versicherung und ist der Beitrag seit Vertrags­beginn ein- oder gar mehr­mals gestiegen? Wie hat Sie der Versicherer darüber informiert? War diese Information verständlich? Schreiben Sie uns bitte eine Mail an bu-beitrag@stiftung-warentest.de. Sie helfen damit den Versicherungs­experten der Stiftung Warentest bei ihrer Arbeit. Selbst­verständlich behandeln wir Ihre Angaben vertraulich.

Einge­rechnete Über­schüsse

Bei den weit­aus meisten Berufs­unfähigkeits­versicherungen unterscheiden Anbieter einen Brutto- und einen Nettobeitrag. Den Nettobeitrag bezahlen Kunden aktuell für ihren Versicherungs­schutz, der Bruttobeitrag ist der, auf den der Beitrag theoretisch steigen könnten, wenn es keine Über­schüsse gäbe. Hintergrund ist das weit­verbreitete Über­schuss­system „Beitrags­verrechnung“, auch „Sofortbonus“ genannt. Das Verfahren gilt auch für alle Preisbeispiele im aktuellen Test Berufsunfähigkeitsversicherungen.

Zinsen am Kapitalmarkt spielen eine Rolle

Mögliche Über­schüsse werden hier direkt mit dem Beitrag verrechnet. Der Zahlbeitrag verringert sich dadurch auf den Nettobeitrag. Der Bruttobeitrag gibt an, bis zu welchem Betrag der Preis steigen kann, wenn der Versicherer keine Über­schüsse für seine Kunden erwirt­schaftet, weil er mehr Kosten hat als erwartet oder mehr Renten auszahlen muss als ursprüng­lich kalkuliert. Auch die Zinsen am Kapitalmarkt spielen eine Rolle.

Verdoppelung möglich

Finanztest empfiehlt, den Nettobeitrag zu vergleichen. Allerdings gibt es bei Verträgen mit längerer Lauf­zeit durch­aus das Risiko, dass der Preis steigt. Einige Versicherer lassen sich dafür erheblichen Spielraum. So ist der Bruttobeitrag zum Teil mehr als doppelt so hoch wie der Nettobeitrag. Wenn es schlecht läuft mit den Überschüssen, kann sich der zu zahlende Beitrag theoretisch mehr als verdoppeln. Von dramatischen Preis­sprüngen ist uns in den vergangenen Jahren jedoch nichts bekannt geworden.

Leser­aufruf: Schreiben Sie uns von Ihren Erfahrungen

Wenn Sie von Erhöhungen betroffen waren, würden wir uns über eine Nach­richt an bu-beitrag@stiftung-warentest.de freuen. Vor allem interes­siert uns, in welcher Form und mit welcher Begründung Ihnen die Erhöhung mitgeteilt wurde. Vielen Dank im voraus für Ihre Einsendungen, die in künftige Publikationen der Stiftung Warentest einfließen werden – in anonymisierter Form, denn selbst­verständlich behandeln wir alle Ihre Angaben vertraulich.

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