Berufsunfähigkeits­versicherung Test

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte jeder haben. Denn wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann, braucht finanzielle Absicherung, um seinen Lebensstandard halten zu können. In Deutschland wird etwa jeder Vierte vor dem regulären Rentenalter berufsunfähig. Mit dem Abschluss der Versicherung sollten Kunden nicht zu lange warten: Die Beiträge steigen mit zunehmendem Alter überproportional an. Finanztest hat 139 Tarife der Berufsunfähigkeitsversicherung getestet und sagt, wo es guten Schutz gibt und was Kunden vor dem Abschluss unbedingt beachten sollten.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Berufsunfähigkeitsversicherung

Viele „sehr gute“ Angebote

Im aktuellen Test: Kombinationstarife aus Berufsunfähigkeitszusatz- und Risikolebensversicherung sowie Tarife der selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung. Gut für Kunden: Mehr als ein Viertel der untersuchten Tarife in beiden Gruppen erhielt ein „Sehr gut“. Wer nicht als Risikoperson gilt, kann also unter den vielen guten Angeboten wählen. Doch Versicherer müssen nicht jedem die Absicherung anbieten. Bei bestimmten Berufen, Krankheiten oder Hobbys können die Versicherer Kunden ablehnen oder ihnen nur eingeschränkten Schutz anbieten.

Bedingungen entscheidend

Bei der Wahl einer geeigneten Berufsunfähigkeitsversicherung sind zunächst die Bedingungen wichtig. Erst danach sollten sich Kunden nach dem Preis richten. So sollte die Versicherung etwa flexibel sein und sich verändernden Lebensumständen (Heirat, oder Geburt) anpassen. Das bietet ein Vertrag mit Nachversicherungsgarantie: Die Anfangsrente kann später ohne erneute Gesundheitsprüfung aufgestockt werden. Ebenfalls wichtig: Die Laufzeit des Vertrags. Viele Versicherer bieten Kunden nur Verträge mit eingeschränkter Laufzeit - etwa bis zum 55. Lebensjahr an. Kunden sollten dann bei anderen Anbietern nach einem geeigneten Vertrag suchen. Sonst bleibt bis zur Rente eine finanzielle Lücke.

Einteilung in Berufsgruppen

Ob Versicherer Kunden eine Berufsunfähigkeitsversicherung anbieten oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab. Jeder potentielle Kunde wird individuell taxiert. Wichtig sind etwa das Geschlecht, die gesundheitliche Verfassung und der Beruf. Je nach Beruf teilen die Versicherer Kunden in Risikogruppen ein. Akademiker oder Ärzte zahlen bei den meisten Versicherern am wenigsten. Für Menschen mit körperlich anstrengenden Berufen - wie Bauarbeiter - sind die Verträge dagegen teuer. Auch das Alter hat Einfluss: Mit zunehmendem Eintrittsalter steigen die Beiträge überproportional an.

Gesundheitsfragen beantworten

Im Antrag auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung müssen Kunden viele Fragen zur Gesundheit beantworten. Diese sollten Antragsteller wahrheitsgemäß beantworten. Denn weist der Versicherer einem Kunde später nach, dass er gesundheitliche Probleme verschwiegen oder nicht vollständig beantwortet hat, kann die Gesellschaft vom Vertrag zurücktreten. Der Kunde hat dann keinen Versicherungsschutz mehr.

Kombi- und Einzeltarife

Männer zahlen im Schnitt für den eigenständigen Berufsunfähigkeitsschutz weniger als für die Kombipolice. Weiterer Vorteil: Kunden können die Rente flexibel festlegen, da die Höhe nicht wie bei der Kombivariante durch die Versicherungssumme der Lebensversicherung begrenzt ist. Für Frauen sind dagegen die Kombinationstarife meist günstiger.

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