Tipps

  • Planung. Die Suche nach einem guten Berufsunfähigkeitsschutz macht Arbeit und braucht Zeit. Verzichten Sie lieber auf einen längeren Urlaub, während Sie die Anträge stellen. Dann können Sie rechtzeitig auf ein Angebot reagieren oder einem Versicherer fristgerecht innerhalb von 30 Tagen schriftlich absagen.
  • Angebot. Holen Sie gleichzeitig mindestens zehn Angebote für „sehr gute“ Tarife ein. Schicken Sie die ausgefüllten Formulare auch gleichzeitig wieder los. Hat Sie ein Versicherer erst mal abgelehnt, gelten Sie als vorbelastet. Sie bekommen dann woanders schwer einen guten Vertrag. Die Versicherer fragen in ihrem Antragsformular oft nach vorangegangenen Ablehnungen.
  • Gesundheitsstörung. Sie leiden an einer Gesundheitsstörung? Im Internet können Sie über eine ­kostenlose Risikovorabfrage herausfinden, wie ein Versicherer diese beurteilt - zum Beispiel unter www.buforum24.de. Auch andere Versicherungsmakler bieten diesen Service. Gerichtlich zugelassene Versicherungsberater finden Sie unter www.bvvb.de.
  • E-Mail-Anfrage. Sie können sich auch selbst per E-Mail darüber informieren, welcher Versicherer Ihnen mit Ihren individuellen Gesundheitsstörungen welches Angebot machen würde. Verschweigen Sie aber Ihren vollständigen Namen und Ihren Wohnort. So bleiben Sie anonym.
  • Vorerkrankungen. Nennen Sie alle ­Erkrankungen, nach denen im Antrag gefragt wird. Verschweigen Sie nichts. Fragen Sie auch bei Ihren Ärzten nach, damit Sie nichts vergessen. Kann Ihr Versicherer Ihnen später Fehler oder Lücken nachweisen, kann er im Ernstfall vom Vertrag ­zurücktreten. Geben Sie aber nichts preis, wonach im Antrag nicht gefragt wird.
  • Kontrolle. Kontrollieren Sie die Angebote der Versicherer gründlich, ob alle Ihre Wünsche in den Angeboten tatsächlich berücksichtigt sind oder ob Einschränkungen gelten.
  • Rücknahme. Viele Versicherer bestrafen bereits banalste Erkrankungen und Unfallfolgen mit Ausschlüssen und Zuschlägen. Haken Sie nach, bevor Sie den Vertrag unterschreiben. Falls Sie das Angebot trotz Einschränkung akzeptieren wollen: Verabreden Sie schriftlich, dass der Ausschluss entfällt, wenn bestimmte Gesundheitsstörungen in einer vereinbarten Frist nicht wieder auftreten. Ansonsten: Suchen Sie weiter nach einem ausschlussfreien Vertrag
  • Risikozuschlag. Ist die Beitragshöhe noch akzeptabel, vereinbaren Sie lieber einen Vertrag mit Risikozuschlägen statt mit Ausschlüssen aufgrund einer Gesundheitsstörung. Damit erhalten Sie einen umfassenderen Schutz.
  • Laufzeit. Ihnen ist die optimale Laufzeit bis 67 Jahren zu teuer? Dann vereinbaren Sie zumindest, dass der Versicherer bis 65 oder 67 Jahren leistet, auch wenn der Riskoschutz mit 60 Jahren endet. Tritt eine Berufsunfähigkeit vor dem 60. Geburtstag ein, zahlt der Versicherer dann immerhin noch bis zum Ende der vereinbarten Leistungsdauer.
  • Überschussverwendung. Wählen Sie die Beitragsverrechnung. Das hält Ihre Beiträge niedrig.
  • Beitrag. Zahlen Sie in Jahresbeiträgen, wenn möglich. Damit sparen Sie Ratenzahlungszuschläge.
  • Preis. Zuerst kommt die Qualität, dann der Preis. Haben Sie am Ende mehrere Angebote, die die wichtigsten Kriterien erfüllen und Ihren Wünschen entsprechen, können Sie das preisgünstigste wählen. Und ein Vergleich lohnt: Die Preisunterschiede zwischen den sehr guten Angeboten betragen zum Teil mehr als 1 000 Euro im Jahr.
  • Tarifwahl. Gehen Sie sicher, dass Sie wirklich den getesteten Tarif erhalten. Vergleichen Sie die so genannte Druckstücknummer der Bedingungen mit der im Testkompass.
  • Checkliste. test.de bietet Ihnen die Checkliste Berufsunfähigkeitsversicherung. Mit ihr können Sie die Angebote noch einmal detailliert prüfen und sichergehen, dass Sie nichts übersehen. Haken Sie die einzelnen Punkte in den Bedingungen eines Angebots ab. Die Checkliste umfasst fünf Seiten und kostet 3 Euro.

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