Berufs­unfähigkeits­versicherung Meldung

Im Einzel­fall erlaubt: Verdeckte Ermitt­lung im Auftrag des Versicherers.

Ein Berufs­unfähigkeits­versicherer durfte ein Detektivbüro beauftragen, um durch verdeckte Ermitt­lungen mehr über einen Kunden zu erfahren. Als der Kunde davon erfuhr, wehrte er sich dagegen. Doch das Ober­landes­gericht Köln gab dem Versicherer recht: Die verdeckte Ermitt­lung war erlaubt, da es konkrete Anhalts­punkte gab, dass der Mann seine Berufs­unfähigkeits­rente zu Unrecht bezog (Az. 20 U 98/12).

Der Mann hatte angegeben, seine berufliche Tätig­keit bestehe nur noch aus Büro­besprechungen mit einem Aufwand von zirka zwei Stunden an zwei bis drei Tagen die Woche. Gleich­zeitig war er aber auf der Internetseite einer GmbH als Geschäfts­führer mit allen Kontakt­daten aufgeführt. Der Versicherer vermutete bewusst falsche Angaben über körperliche und geistige Leistungs­fähig­keit sowie den Umfang der Berufs­tätig­keit.

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