Berufsunfähigkeitsversicherung Streit um Asthma

16.02.2010

Gibt eine Kundin im Antrag für eine Berufsunfähigkeitsversicherung „Allergien“ an, kann der Versicherer ihr später keine arglistige Täuschung vorwerfen, weil sie an Asthma leidet. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (Az. 3 U 286/07) entschieden.

Die Klägerin schloss die Versicherung 2003 ab. Sie verschwieg im Antrag, dass sie seit 1998 wegen Asthma behandelt wurde. Die Frage nach Allergien bejahte sie und erläuterte ihre Neurodermitis. Die Richter erklärten deshalb den Vorwurf des Versicherers für unberechtigt, die Frau habe ihn mit dem Verschweigen des Asthmas arglistig getäuscht. Sie glaubten vielmehr der Erklärung der Frau, Asthma sei als Folgeerkrankung von Allergien bekannt.

16.02.2010
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