Berufsunfähigkeitsversicherung Meldung

Projektkauffrau Jutta Gaube (39) gibt nicht auf. Sie sucht eine Berufsunfähigkeits­versicherung, die ihr vollen Schutz ohne Ausschluss bietet.

Der wichtige Schutz einer Berufsunfähigkeits-Versicherung wird oft durch Ausschlüsse ausgehöhlt. Das können zum Beispiel Schmerzen des Schultergelenks oder der Wirbelsäule sein. test.de berichtet über Erfahrungen von Lesern.

Viel Geld für wenig Schutz

„Ausgeschlossen sind Asthma bronchiale, Achillodynie, Schmerzen oder Funktionsstörungen des linken Oberkiefers, des rechten Schultergelenks, des rechten Handgelenks, der Fingergelenke, der Wirbelsäule, des linken Kniegelenks sowie Folgen einschließlich Behandlungsfolgen.“ So viel für eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung. Finanztest-Leser Peter Berger (Name geändert) weiß noch nicht, ob er für so wenig Schutz Geld zahlen wird. „Vielleicht finde ich noch etwas Besseres“, sagt er. Berger könnte enttäuscht werden. Denn in vielen Fällen reichen bereits kleine Gesundheitsstörungen.

Vertrag mit Risikozuschlag

Schon wird es schwer mit einem Vertrag. So erging es beispielsweise Jutta Gaube. Die 39-jährige Projektkauffrau in einem Ingenieurbüro sitzt viel am PC. Einmal hatte sie leichte Rückenschmerzen, einmal Knieprobleme. Sie war bald wieder beschwerdefrei. Die vorübergehenden Beeinträchtigungen gab sie an, als sie sich bei der Nürnberger um eine Berufsunfähigkeitsversicherung bemühte. Der Versicherer bot ihr nur einen Vertrag mit zwei Ausschlüssen und einem Risikozuschlag von 50 Prozent an. Jutta Gaube lehnte ab. Sie will es bei einigen ­anderen Gesellschaften versuchen. Gaube: „Ich bin doch topfit!“

Einmal Massagen zu viel

Günter Krah (39), hat einen Ausschluss akzeptiert. „Veränderungen, Erkrankungen und Beschwerden der Wirbelsäule, der Bandscheiben und des Halteapparates der Wirbelsäule und Folgen bleiben unberücksichtigt“, schrieb die Hannoversche Leben dem Chemikanten aus Rodgau in Hessen vor fünf Jahren in den Vertrag. Krah: „Ich habe aus sportlichen Gesichtspunkten einmal ein paar Rückenmassagen in Anspruch genommen und das im Antrag genannt.“

Leistungsbegehren abgewendet

Heiner März (Name geändert) war 30 Jahre lang Leiter der Leistungsabteilung eines Versicherers. Eine Formulierung, dass bei einer bestimmten Krankheit und Folgen keine Rente fließt, sei gebräuchlich. „Unter diesem Begriff haben wir fast alle Leistungsbegehren abwehren können“, schrieb März an Finanztest.

Erfolgreich verhandelt

Leser Ralf Lutter, 36, konnte seinen Vertrag im Nachhinein verbessern. Mithilfe eines ärztlichen Attests überzeugte er seinen Berufsunfähigkeitsversicherer acht Jahre nach Vertragsschluss, dass er ein Hautproblem aus der Kindheit nicht mehr hat. Der Ausschluss wurde gestrichen.

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