Berufs­unfähigkeits­versicherung Meldung

Gesundheit. Der Versicherer darf Fragen stellen.

Ein Versicherter erhält so lange keine Leistungen von seiner privaten Berufs­unfähigkeits­versicherung, bis sein Arzt ihr die erforderlichen Unterlagen liefert. Die Versicherung muss prüfen können, ob der Kunde alle Vorerkrankungen richtig angegeben hat, urteilte das Ober­landes­gericht Köln (Az. I-20 W 91/13). In dem strittigen Fall hatte der Betroffene seinen Arzt ausdrück­lich von der Schwei­gepflicht entbunden. Das half aber nichts. Trotz mehr­facher Aufforderung sandte der Mediziner die Befundbe­richte und das Patientenblatt nicht an die Versicherung. Mögliche Leistungs­ansprüche werden allerdings erst fällig, wenn die Gesell­schaft über alle Informationen verfügt.

Tipp: Weiter kommt der Kunde in dieser miss­lichen Lage nur, wenn er selbst Kopien der geforderten Unterlagen vom Arzt verlangt und sie der Versicherung gibt. Patienten haben beim Arzt ein Recht auf Einsicht­nahme in ihre Akte.

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