Berufs­unfähigkeits­versicherung Neuer Beruf kann die Rente kosten

16.04.2013

Berufs­unfähigkeits­versicherer dürfen ihre Rente einstellen, wenn ihr Kunde eine unbe­fristete Festan­stellung gefunden hat, die mit der früheren Tätig­keit vergleich­bar ist. Das hat das Ober­landes­gericht in Karls­ruhe entschieden (Az. 12 U 93/12). Verglichen wird nicht nur der Lohn für die alte und die neue Tätig­keit, sondern auch die erforderlichen Kennt­nisse und Fähig­keiten und die soziale Wert­schät­zung. All das darf im neuen Beruf nicht spür­bar unter dem Niveau des bisherigen Berufs liegen.

Das Gericht entschied zugunsten eines ehemaligen Handwerks­meisters. Er erhält seine Rente weiter, weil sein neuer Beruf als Labor­assistent nicht vergleich­bar mit seiner alten Tätig­keit ist.

16.04.2013
  • Mehr zum Thema

    Berufs­unfähigkeits­versicherung Was macht der Koch im Eiscafé?

    - Nach sechs Jahren Streit mit seiner Versicherung erhält ein Ex-Koch rück­wirkend eine monatliche Berufs­unfähigkeits­rente von 1 000 Euro. Zweimal hatte der Versicherer...

    Berufs­unfähigkeits­versicherung Betrogener Versicherer erhält Geld zurück

    - Weil ein Kunde seinen Berufs­unfähigkeits­versicherer getäuscht hat, muss er ihm rund 162 000 Euro zurück­zahlen. Seit dem Jahr 2004 war der Versicherte wegen schwerer...

    Berufs­unfähigkeits­versicherung Versicherungs­schutz für Typ-1-Diabetiker

    - Menschen mit Diabetes Typ-1 ist es kaum möglich, sich gegen Berufsunfähigkeit zu versichern. Versicherer Mylife macht ihnen ein Angebot. Die Stiftung Warentest ordnet es...