Berufs­unfähigkeits­versicherer dürfen ihre Rente einstellen, wenn ihr Kunde eine unbe­fristete Festan­stellung gefunden hat, die mit der früheren Tätig­keit vergleich­bar ist. Das hat das Ober­landes­gericht in Karls­ruhe entschieden (Az. 12 U 93/12). Verglichen wird nicht nur der Lohn für die alte und die neue Tätig­keit, sondern auch die erforderlichen Kennt­nisse und Fähig­keiten und die soziale Wert­schät­zung. All das darf im neuen Beruf nicht spür­bar unter dem Niveau des bisherigen Berufs liegen.

Das Gericht entschied zugunsten eines ehemaligen Handwerks­meisters. Er erhält seine Rente weiter, weil sein neuer Beruf als Labor­assistent nicht vergleich­bar mit seiner alten Tätig­keit ist.

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