Ein Kunde darf beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung eine frühere Arbeitsunfähigkeit von zehn Monaten nicht verschweigen. Das stellten die Richter des Frankfurter Oberlandesgerichts (Az. 7 U 249/98) klar.

Angaben dieser Art seien für Versicherungen wichtig, um das Risiko eines Vertrags zu beurteilen. Der Mann hatte im Antragsformular nicht angegeben, dass er einmal wegen eines Wirbelschadens zehn Monate lang krankgeschrieben war. Später wurde er berufsunfähig. Die Gesellschaft prüfte nach, ob ihr Kunde gesundheitliche Probleme bei Vertragsschluss verschwiegen hatte, und erfuhr von seiner früheren Arbeitsunfähigkeit. Das Unternehmen verweigerte daraufhin die Auszahlung der Rente und erklärte die Anfechtung des Vertrags wegen arglistiger Täuschung.

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