Unser Rat

Bedarf. Sorgen Sie früh für den Fall der ­Berufsunfähigkeit vor. Wählen Sie einen selbstständigen Vertrag oder eine Kombi­nation mit einer Risikolebensversicherung. Sie können die Versicherungsbedingungen mithilfe unserer sechsseitigen Checkliste detailliert abklopfen. Die Liste ist unter www.finanztest.de/downloads für 2,50 Euro erhältlich.

Betriebsrente. Prüfen Sie, ob Sie über eine arbeitgeberfinanzierte Betriebsrente bereits Berufsunfähigkeitsschutz haben. Wie viel Geld bekämen Sie und wann? Dieser Schutz allein wird aber selten reichen.

Gehaltsumwandlung. Berufsunfähigkeitsschutz im Rahmen einer betrieblichen Altersvorsorge ist auch möglich, wenn Sie diese auf dem Wege der Gehaltsumwandlung selbst finanzieren. Prüfen Sie das ­Angebot. Lassen Sie sich aber auf Gehaltsumwandlung nur ein, wenn Sie sicher noch längere Zeit in Ihrer Firma bleiben.

Gesundheitsfragen. Manchmal müssen Sie für Berufsunfähigkeitsschutz im Rahmen einer Betriebsrente weniger Gesundheitsfragen beantworten als in einem privaten Antrag. Dann hat Ihr Arbeitgeber Sonderkonditionen bekommen, von denen Sie profitieren können. Fragen Sie trotzdem, unter welchen Voraussetzungen Sie eine Rente bekommen und welche Rentenhöhe Sie für den Fall der Berufsunfähigkeit ­maximal vereinbaren können.

Beitragsbefreiung. Greifen Sie zu, wenn Sie für Ihre betriebliche Altersrente eine Beitragsbefreiung für den Fall vereinbaren können, dass Sie berufsunfähig werden. Dann wächst Ihr Rentenanspruch weiter, auch wenn Sie selbst nicht mehr einzahlen können. Das ist oft preiswert und in größeren Firmen werden dafür häufig keine oder nur wenige Gesundheitsaspekte abgefragt.

Rürup-Rente. Berufsunfähigkeitsvorsorge im Rahmen einer Rürup-Rente lohnt sich nur, wenn Sie von den Steuervorteilen voll profitieren. Lassen Sie sich außerdem von Ihrem Anbieter schriftlich geben, dass Ihr Berufsunfähigkeitsschutz bei Änderung der steuerlichen Voraussetzungen unverändert als nicht geförderter Vertrag fort­gesetzt werden kann.

Riester-Rente. Riester-Verträge mit Berufsunfähigkeitsschutz sind möglich, aber nicht üblich. Besser ist es, darauf zu verzichten und beides einzeln zu vereinbaren.

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