Berufs­unfähigkeits­schutz Versicherer darf Zahlung nicht einfach so stoppen

19.03.2019

Nach einem Unfall konnte ein Geschädigter nicht mehr in seinem Job arbeiten und erhielt eine monatliche Berufs­unfähigkeits­rente. Der Versicherer sicherte ihm schriftlich zu, die Rente unbe­fristet zu zahlen. Weniger als ein Jahr später stellte er die Zahlung mit der Begründung ein, dass ärzt­liche Gutachter den Grad der Berufs­unfähigkeit mitt­lerweile anders beur­teilen würden als bei Antrag­stellung. Eine Berufs­unfähigkeit liege nicht mehr vor. Richter am Ober­landes­gericht Celle entschieden, dass diese Begründung nicht ausreicht. Eine Leistungs­einstellung muss nach­voll­zieh­bar sein, außerdem muss der Versicherer Gutachten und ärzt­liche Bescheinigungen zugäng­lich machen. All dies lag nicht vor, deshalb muss der Versicherer weiter zahlen (Az. 8 U 139/18).

19.03.2019
  • Mehr zum Thema

    Berufs­unfähigkeits­versicherung Was macht der Koch im Eiscafé?

    - Nach sechs Jahren Streit mit seiner Versicherung erhält ein Ex-Koch rück­wirkend eine monatliche Berufs­unfähigkeits­rente von 1 000 Euro. Zweimal hatte der Versicherer...

    Kranken­tagegeld und Berufs­unfähigkeit Welche Versicherung zahlt wann?

    - Eine private Krankentagegeldversicherung ersetzt Verdienst­ausfall bei langer Krankheit. Die Verträge enden in der Regel mit Eintritt einer Berufs­unfähigkeit. Wann das...

    Arbeits­unfähigkeit und Invalidität Wie Sie mit Versicherungen Ihr Einkommen absichern

    - Wer auf sein Arbeits­einkommen angewiesen ist, sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Doch nicht jeder bekommt bezahl­baren Schutz. Die Stiftung...