Hat jemand vor mehr als fünf Jahren seinen ursprünglichen Beruf aufgegeben, spielt dieser keine Rolle mehr, wenn er Leistungen seiner Berufsunfähigkeitsversicherung beantragt. Nur die zuletzt ausgeübte Tätigkeit ist maßgeblich, urteilte das Landgericht München I (Az. 25 O 23486/02).

Das kann zum Nachteil des Kunden sein: Aufgrund des Urteils bekommt ein 30-jähriger Mann kein Geld von seiner Berufsunfähigkeitsversicherung. Er hatte sich darauf berufen, dass er wegen eines Bandscheibenschadens nicht mehr als Zimmermann arbeiten konnte. Diesen Beruf hatte er allerdings schon vor elf Jahren aufgegeben und seither in verschiedenen Jobs, unter anderem als Maschinenbauschweißer, gearbeitet.

Nun versuchte er eine Entschädigung dafür zu bekommen, dass er schon lange nicht mehr als Zimmermann arbeiten konnte. Doch diesen Anspruch erkannten die Richter nicht an.

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