Funk­tions­invaliditäts­versicherung

Kurz erklärt

Arbeits­unfähigkeit Test

Eine Funk­tions­invaliditäts­versicherung zahlt bei dauer­haften Unfall­schäden, Verlust von Grund­fähig­keiten wie Sehen, Gehen, Sprechen, bei schweren Erkrankungen und oft auch bei Pflegebedürftig­keit. Angebote gibt es von Unfall- und von Lebens­versicherern.

  • Angebote von Unfall­versicherern. Die Funk­tions­invaliditäts­versicherung umfasst Teil­leistungen von Unfall-, Grund­fähig­keits- und Schwere-Krankheiten-Versicherung (Dread Disease). Vorliegen muss eine irre­versible, erhebliche und dauer­hafte Beein­trächtigung. Als dauer­haft gilt eine Schädigung in der Regel, wenn sie voraus­sicht­lich mindestens drei Jahre anhält. Leistet oft auch bei Pflegebedürftig­keit.
  • Angebote von Lebens­versicherern. Sie zahlen bereits nach Ablauf einer Karenz­zeit von vier Wochen eine Rente, wenn bestimmte Fähig­keiten des Versicherten aufgrund von Krankheit, Verletzung oder Kräfte­verfall für mindestens zwölf Monate in einem definierten Ausmaß beein­trächtigt sind (beispiels­weise Sprechen, Hören, Sehen, Treppen­steigen, Arme-und-Hände-Gebrauchen, Auto­fahren). Darüber hinaus zahlt die Versicherung auch eine Kapital­leistung meist in Höhe einer Jahres­rente bei bestimmten Erkrankungen (häufig nach Warte­zeit von mehreren Monaten) und ab einem bestimmten Pfle­gegrad.

Wer braucht sie?

Wer keinen Berufs­unfähigkeits- oder Erwerbs­unfähigkeits­schutz erhält oder ihn sich nicht leisten kann, hat die Möglich­keit, mehrere Invaliditäts­risiken mit einer Police abzu­decken.

Was zahlt sie?

Eine monatliche Rente. Bei Unfall­versicherern je nach Vertrag bis zu einem bestimmten Alter oder lebens­lang (außer bei Krebs). Die Lebens­versicherer im Test zahlen bis zum vereinbarten Alter, bei bestimmten Krankheiten plus Einmalbetrag – meist in Höhe einer Jahres­rente.

Vorteile

Breites Leistungs­spektrum. Bei den Angeboten der Lebens­versicherer gibt es schon eine Rente, wenn die versicherte Beein­trächtigung nicht dauer­haft, sondern nur mindestens zwölf Monate besteht.

Nachteile

Die Unfall­versicherer verlangen in der Regel, dass die Beein­trächtigung dauer­haft und nicht heil­bar ist. Die Hürden, um Leistungen bei psychischen Erkrankungen zu bekommen, sind bei allen Angeboten im Test besonders hoch.

Wichtig

Die Angebote sind schwer vergleich­bar. Bei allen Versicherern sind die Anforderungen für eine Rente sehr hoch.

Kann der Beitrag steigen?

Ja, bei den Angeboten von Lebens­versicherern (siehe Berufsunfähigkeitsversicherungen) und bei Unfall­versicherungs­tarifen mit alters­abhängigen Beitrags­steigerungen. Bei anderen nur im Ausnahme­fall (siehe Unfallversicherung).

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