Dread-Disease-Versicherung

Kurz erklärt

Arbeits­unfähigkeit Test

Eine Dread-Disease-Versicherung zahlt, wenn eine im Vertrag genannte schwere Erkrankung diagnostiziert ist – oft erst nach einer Warte­zeit von mehreren Monaten. Versichert sind häufig Herz­infarkt, Schlag­anfall, multiple Sklerose, Quer­schnitts­lähmung, Krebs, schwere Erkrankungen des Herzens, der Gefäße, des Gehirns (wie Alzheimer, Parkinson) und der Organe. Außerdem zahlt sie bei Verlust von Fähig­keiten wie Sehen oder Hören, nach schweren Unfällen oder dem Verlust der Fähig­keit zur selbst­ständigen Lebens­führung.

Was zahlt sie?

Die vereinbarte Summe auf einen Schlag. Der Vertrag endet meist mit Auszahlung. Ausnahme Nürn­berger (Premium­tarif): Sie zahlt erneut, wenn eine zweite schwere Erkrankung auftritt.

Wer braucht sie?

Wer keinen Berufs­unfähigkeits- oder Erwerbs­unfähigkeits­schutz bekommt, kann zumindest das Risiko einer schweren Erkrankung versichern. Schwere Erkrankungen gehören zu den Haupt­ursachen für Erwerbs­unfähigkeit.

Vorteile

Menschen mit Vorerkrankungen wie Rücken­beschwerden oder psychischen Leiden, haben eine Chance auf einen Vertrag für andere Krankheiten.

In welchen Fällen Kunden eine Kapital­leistung erhalten, ist klar geregelt. In drei Tarifen im Test gibt es eine vorgezogene Teil­leistung, wenn die Lebens­erwartung maximal zwölf Monate beträgt.

Nachteile

Die Voraus­setzungen für die Rente sind hoch. Es muss exakt die versicherte Krankheit diagnostiziert worden sein. Erkrankt der Versicherte beispiels­weise statt am versicherten Herz­infarkt an einer Herz­muskel­schwäche, geht er leer aus. Zudem muss die Erkrankung meist dauer­haft und nicht heil­bar sein. Dann zahlt der Versicherer nach einem Schlag­anfall nur, wenn neurologische Ausfallerscheinungen bleiben. Psychische Erkrankungen oder Rücken­beschwerden deckt die Versicherung in der Regel nicht ab.

Wichtig

Wenn es in der Familie bestimmte Krankheiten häufiger gibt, kann es sinn­voll sein zu prüfen, ob diese Erkrankungen in den Bedingungen mitversichert sind.

Kann der Beitrag steigen?

Ja. Siehe Berufsunfähigkeitsversicherung.

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