Lothar E., Dresden: Ich bin 1948 geboren, seit 1978 selbstständiger Malermeister, und zahle seit 1. Januar 1992 freiwillig Mindestbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Das mache ich vor allem, um mir einen Anspruch auf eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente zu erhalten. Was bedeuten die neuen Kürzungen für mich?

Finanztest: Die Berufsunfähigkeitsrente ist seit dem 1. Januar 2001 abgeschafft. Es gibt aber einen Vertrauensschutz für Ältere: Wer ­ wie Sie ­ vor dem 2. Januar 1961 geboren ist, bekommt weiterhin eine Rente vom Rentenversicherer, wenn er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in seinem Beruf oder in vergleichbaren Berufen arbeiten kann und nur noch in der Lage ist, irgendetwas anderes zu arbeiten. In diesem Fall erhält er die halbe Erwerbsminderungsrente. Die weiteren Gesetzesänderungen betreffen vor allem die Rentenhöhe: Die neue Erwerbsminderungsrente ist 10,8 Prozent niedriger als die bisherige Erwerbsunfähigkeitsrente.

Um rentenberechtigt zu sein, müssen Sie bis 31. Dezember 1984 mindestens fünf Jahre lang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt haben. Jeden Monat ab dem 1. Januar 1984 müssen Sie als rentenrechtliche Zeit nachweisen: Rentenrechtliche Zeiten sind Ausbildung, Pflichtversicherung, freiwillige Versicherung oder Arbeitslosigkeit.

Als selbstständiger Handwerksmeister erfüllen Sie diese Bedingungen wahrscheinlich. Wenn es in Ihrem Versicherungsverlauf allerdings irgendwo eine Lücke oder eine Unklarheit gibt, sollten Sie sich umgehend mit Ihrer Landesversicherungsanstalt (LVA) in Verbindung setzen, dort eine Kontenklärung machen lassen und sich darüber informieren, welche Rentenansprüche Sie haben.

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