Die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit ist auch für Hausfrauen und -männer wichtig. Denn muss die Arbeitskraft durch professionelle Haushaltshilfen ersetzt werden, kann das die Familie leicht ins finanzielle Desaster stürzen. Für 30-jährige Hausfrauen kostet die Absicherung zwischen 40 und 70 Euro. Im Falle einer Berufsunfähigkeit erhalten sie dann bis zu ihrem 60. Lebensjahr eine monatliche Rente von 1.000 Euro. Doch Vorsicht: Viele Versicherungen enthalten Klauseln, die sich negativ für Kunden auswirken. Daher sollte niemand den Schutz nur nach dem Preis auswählen. Finanztest hat 64 Angebote getestet, sagt, welche für Hausfrauen und -männer besonders geeignet sind und worauf sie vor dem Abschluss achten sollten.

Ohne Klauseln

Wer berufsunfähig ist, kann aus gesundheitlichen Gründen zu mindestens 50 Prozent nicht mehr in seinem Beruf arbeiten. Das gilt normalerweise auch für Hausfrauen und -männer. Doch noch immer gibt es Versicherer, die in ihre Verträge eine Erwerbsunfähigkeitsklausel einbauen. Erwerbsunfähig sind Betroffene aber erst dann, wenn sie in keinem Beruf mehr bis zu drei Stunden täglich arbeiten können. Mit dieser Klausel zahlen Versicherte dann einen relativ hohen Beitrag für eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Abgesichert sind sie aber nur für den Fall der Erwerbsunfähigkeit. Ebenfalls wichtig: Auch die so genannte Verweisung gehört nicht in die Police.

Langlaufender Vertrag

Die Höhe des Beitrags ist nur zweitrangig. Wichtiger ist, dass der Vertrag mindestens bis zum 60. Lebensjahr läuft. Zudem sollte die monatliche Rente bei mindestens 1.000 Euro liegen. So kann im Falle der Berufsunfähigkeit zumindest das Gröbste aufgefangen werden. Denn eine Vollzeitkraft, die Kinder und Haushalt im Falle der Berufsunfähigkeit betreut, kostet im Monat um die 1.600 Euro.

Beruf maßgeblich

Auch möglich: Kunden sind noch berufstätig, wenn sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen und bleiben erst später zu Hause. Versicherer behandeln diese Kunden unterschiedlich. Beispiel: Bei vielen Versicherern ist der zuvor ausgeübte Beruf noch so lange maßgeblich, wie der Kunde auf dem Arbeitsmarkt vermittelbar ist. Für andere Gesellschaften ist der versicherte Beruf noch bis zu 5 Jahre nach dem Ausstieg grundlegend. Es ist offen, ob es günstiger für Betroffene ist, nach ihrem früheren Beruf oder als Hausfrau und -mann eingestuft zu werden. Allerdings ist es gut möglich, dass die Arbeit im Haushalt aufgrund der hohen körperlichen Beanspruchung im Einzelfall eher zur Anerkennung der Berufsunfähigkeit führt.

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